Donnerstag, 10. November 2016

PU +16, TF +13 - man kann sein Glück nicht erzwingen

Morgen ist erst der Bluttest. Aber weil der Bauch bis gestern Abend immer dicker wurde und die Brüste fast aus meinem BH geplatzt sind, war ich extrem guter Dinge. Diesmal waren wir an der Reihe. Die Voraussetzungen waren excellent, das Wetter spielte mit und mein Körper und der Geist waren bereit.

Und deswegen habe ich mich auch getraut, heute morgen einen Frühtesr zu machen. Und das obwohl die Symptome gestern Abend plötzlich ein wenig zurückgegangen sind. 

Auch heute keine zweite Linie zu sehen. Noch nicht einmal ein Hauch. 
Mein Körper hat mich wieder auf ganzer Linie verarscht. Ich weiß irgendwie noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Fest steht aber jetzt schon, wir werden weiter machen. 

Ich weiß noch nicht, wann ich mich das nächste Mal melde. Ich denke, ich brauche ein wenig Abstand von dem Thema.

Montag, 7. November 2016

PU +14, Transfer +11 - ist die Überstimulation zurück gekehrt?

Ich habe gehofft, so sehr gehofft, dass die Überstimulation gegen Transfer +10 wieder zurück kommt. Dies ist meist DAS Zeichen dafür, dass sich HCG im Körper bildet. 
Und als sie dann vorgestern an PU +12 und Transfer +9 tatsächlich wieder kam, habe ich still und heimlich angefangen zu hoffen. Meine Brüste wurden wieder praller, die Übelkeit am Morgen war auch wieder da und der Bauch wurde wieder unangenehm groß. Und die Eierstöcke zogen einmal links, einmal rechts im Wechsel. Es zog ordentlich in meinem Urlaub.

Gestern (PU +13, TF +10) schien der Spuk dann wieder vorbei zu sein. Der Bauch war noch da, aber nicht mehr so aufgebläht wie gestern und spannte auch nicht mehr. Und die Eierstöcke spürte ich auch nicht mehr. Kein bisschen. War es das schon wieder - nur dieses Mal zwei Tage später? Das Phänomen hatte ich bislang ja bei jeder ICSI.

Heute (PU +14, TF +11) wachte ich wieder mit Bauch auf, aber wieder keine Schmerzen. Beim Aufstehen bin ich dann fast hingeflogen, weil mir der Kreislauf weggebrochen ist. Aber auch heute wieder - keinerlei Eierstockschmerzen. Heute Morgen hatte ich ein längeres Ziehen im Unterleib, dass sich so anfühlt als wenn die Mens kommt. Im Büro merkte ich dann, dass mein Bauch immer größer wurde und die Brüste fühlen sich an, als wenn sie noch größer geworden sind. Der BH spannt ordentlich. Heute Abend ist der Bauch riesig und ich habe das Gefühl ordentlich aufgebläht zu sein. Aaaaber - und das macht mich stutzig: die Eierstöcke merke ich nicht. Kein Ziehen, kein Zwacken - NICHTS! 
Was zum Geier ist das? Ist das einfach nur eine verdammte Verarschung von meinem Körper? Finde ich nicht witzig. Oder ist das eine Überdtimulation? Wenn ja, kommt die durch ein Winziges Etwas, das HCG produziert oder habe ich einfach nur Pech und sie kommt bei mir auch ohne HCG wieder?

Ich werde langsam wahnsinnig. Und ja, ihr sagt jetzt bestimmt, dass ich jetzt schon locker testen könnte. Aber ganz ehrlich? Ich traue mich nicht. Ich habe so eine riesige Angst davor, dass es wieder negativ endet. Wenn dem so wäre, würde mir mal wieder der Boden unter den Füßen entrissen werden und ich würde ins bodenlose fallen. Und das will ich ganz bestimmt nicht mitten in der Woche. Der Bluttest ist erst am Freitagmorgen, Ergebnis erfahren wir am Nachmittag. Ich habe mit meinem Mann vereinbart, dass ich es erst am Abend nach der Arbeit erfahren möchte und er anrufen soll. Wenn es wieder schief geht, kann ich dann wenigstens das ganze Wochenende durchheulen. FUCK - das ist so eine beschissene Situation in die man sich da freiwillig begibt. Aber wir wissen ja alle, wieso wir uns das antun...

In diesem Sinne - ich wünsche euch einen schönen Abend!

Samstag, 5. November 2016

PU +11, Transfer +8 - eine Speiüble Angelegenheit

Au weia - heute ging es mir gaaaar nicht gut.

Hier wieder zu meiner eigenen Dokumentation (falls ICSI No. 5 folgt) und für alle anderen sich im Warteschleifen-Koller befindlichen Leserinnen:

Heute Morgen wachte ich mit einer richtig miesen Übelkeit und starken Kopfschmerzen auf. Ich dachte mir, ok, das geht dann spätestens wieder in 2 Stunden weg. Aber nix da. Mir war bis ca. 18h richtig, richtig übel mit Brechreiz und die Migräne blieb dankenswerter Weise auch noch. Bei Migräne helfen mir normalerweise nur "ordentliche" Tabletten, aber die sind im Moment ja tabu. Auf Paracetamol habe ich verzichtet und meine Magentropfen aus der Hausapotheke dürfen in der SS nicht angewendet werden. Na toll - also habe ich gelitten.

Natürlich habe ich Dr. Google gefragt, ob das schon mögliche Symptome sein könnten. Aber ne - das ist noch zu früh. Vermutlich kommt das durch die Medikamente. Meine Dokumentation der letzten ICSIs zeigten auch, dass ich auch da hin und wieder an Übelkeit litt, allerdings immer einige Tage früher. Jetzt endlich - um 20.30h - ist der Spuk vorbei. 

Meine Brüste sind immer noch groß und spannen ein wenig. Die Brustwarzen sind immer noch riesig und dunkel.

Der Krimi geht also weiter. Und langsam werde ich echt ungeduldig. Theoretisch könnte ich morgen einen ersten Frühtest wagen - aber will ich das? Andererseits - wenn sich nichts eingenistet hat, dann kann ich das Warteschleifendrama wenigstens schon vor nächsten Freitag beenden. Mmh.

Schönen Abend euch noch.

PU +10, Transfer + 7 - es plätschert so dahin

Die Warteschleife nervt - wirklich. 

Falls ich noch eine 5. ICSI vor mir haben sollte, zur Doku hier meine aktuellen Symptome:
Seit vorgestern (PU + 8, TF +5) jeden Morgen leichte Übelkeit direkt nach dem Aufwachen. Heute dauerte die Übelkeit bis ca. 9:00h an.
Bis gestern erschlafften die Brüste sukzessive, keine Spannung mehr vorhanden, heute sind sie wieder deutlich angeschwollen, sie spannen sehr und die Brustwarzen sind groß und dunkler geworden, zudem sind wieder deutlich blaue Adern zu sehen.
Dieses Mal erstmalig keine rückkehrenden Überstimulationssymptome - diese hatte ich bei allen 3 ICSIs immer an TF +7.
Was sagt mein Unterleib? Nix - wirklich nix... Hin- und wieder zieht mein linker Eierstock. Diesmal aber kein Stechen, ziepen oder so wie sonst in der Gebärmutter.

Dieser Eintrag dient nur zu meine eigenen Doku - und für alle, die während der Warteschleife nach Erfahrungen von Gleichgesinnten suchen.

Melde mich die Tage wieder.

Dienstag, 1. November 2016

Ich habe Angst - und dann diese Zweifel

Da ist er schon. Der große Sturz nach der Euphorie.
Seit heute habe ich auf der linken Schulter ein Engelchen sitzen und auf der rechten Seite das Teufelchen. Das Engelchen sagt mir, dass ich weiterhin daran glauben muss. Wenn ich nicht optimistisch bin, dann wird das Wunder auch nicht geschehen. Und dann plötzlich klopft das Teufelchen plötzlich auch mit seinem kleinen Spitzen Finger auf meine Schulter und flüstert mir ins Ohr, dass ich gefälligst die Handbremse anziehen soll. Und wie naiv ich eigentlich sei, wirft es mir vor. Ob ich aus den letzten drei ERFOLGLOSEN ICSIs nichts gelernt habe. Nichts ist sicher. Und es es ist viel wahrscheinlicher, dass es wieder nicht geklappt hat als dass es tatsächlich mal positiv ausgeht. 

Und jetzt liege ich hier in meinem Bett und habe Kopfkino. Und verdammt noch mal, der blöde Teufel hat recht. Wenn ich jetzt genauso ohne Handbremse mit Höchstgeschwindigkeit weiter fahre, ist der Totalschaden schon vorprogrammiert. Dann wird dir Klippe, von der ich dieses Mal stürzen werde, noch höher sein und der Fall entsprechend tiefer. Und diesmal werde ich vermutlich auch in eine Reha eingewiesen, weil ich es aus eigener Kraft vielleicht nicht mehr schaffen werde mich zu rehabilitieren.

Es kotzt mich so an. Dieses ständige auf- und ab, dieses hin- und her der Gefühle. Es ist so wahnsinnig anstrengend. Und dieser Warteschleifen-Koller wird jetzt noch bis zum 11.11. anhalten. Da wird man doch verrückt. Warum tut man sich diesen Mist eigentlich immer wieder auf's Neue an? Wir müssen doch alle verrückt sein, dass wir uns das immer wieder antuen. Werden wir jemals dafür belohnt? 

Bei der Punktion hat mir eine Narkose-Assistentin den Arm vorbereitet. Ich erzählte ihr, dass es meine 4. Behandlung sei. Keine Ahnung wieso, aber sie erzählte mir plötzlich, dass sie selbst ungewollt kinderlos sei. Sie hätte sich aber nie getraut, diesen Weg zu gehen und würde das täglich zutiefst bereuen, dass sie nicht alles versucht hätte. Sie meinte zu mir, selbst wenn es nicht klappen würde, dann wüsste ich immer, dass ich alles versucht hätte. So müsste ich mir niemals Vorwürfe machen. Und das ist vermutlich auch der Grund, warum man das alles immer wieder macht. Man kann sich - egal wie es ausgeht - selbst eingestehen, dass man wirklich alles versucht hat. Man wird seinen Frieden damit schließen können.

Ich hoffe inständig, dass es diesmal geklappt hat. Denn, wenn es wieder nicht geklappt haben sollte - wann ist genug? Wann hat man wirklich genug getan? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, dass man seinen Frieden damit schließen kann? Diese Entscheidung treffen zu müssen, würde mich zerreißen. Aber ich weiß, dass man diese Entscheidung irgendwann treffen muss. Man kann nicht ewig hoffen und irgendwann ist dann auch mal das Geld am Ende. Spätestens da wird dann irgendwann eine Grenze gesetzt.

Ich höre jetzt besser auf, weil ch mich sonst im Kreis drehe. Außerdem hat gerade auch das Engelchen wieder mit seinem weichen Zeigefinger ganz sanft an meine Schulter geklopft und mich dazu ermahnt, die Hoffnung nicht aufzugeben. Ich höre dann mal auf das Engelchen, das ist mir gerade nämlich lieber.

Und noch zur Dokumentation: die Überstimulationssymptome sind heute Morgen nahezu verschwunden. Einzig der riesige Bauch ist geblieben und generell fühle ich mich sehr aufgeschwemmt. Alle meine Klamotten sind mir innerhalb von wenigen Tagen viel zu eng geworden und ich fühle mich richtig unwohl. Aufgrund des Wegfalls der Ü-Symptome habe ich mit meinem Lieblingsmann daher heute die komplette Wohnung auf den Kopf gestellt und gereinigt. Allerdings hat sich das dann doch irgendwann gerächt - die Eierstöcke haben sich dann doch irgendwann bemerkbar gemacht. Und so musste ich dann immer wieder Pausen einlegen und irgendwann komplett kapitulieren. Mal schauen, ob sie sich morgen wieder melden.
Sollte das Engelchen recht behalten, könnte ca. am 10. TF eine Überstimulation zurückkehren, aufgrund des ansteigenden HCGs (so zumindest die doch recht einstimmigen Erfahrungen im Netz). 

Ich wünsche euch eine gute Nacht. Drückt bitte weiterhin alle Daumen und Zehen!

Montag, 31. Oktober 2016

Die ICSI der Rekorde !?

Tja, dass ich diese Überschrift mal haben würde, hätte ich auch nicht gedacht. Aber es kann ja auch keiner ahnen, dass ich - die mehrfach erfolglose ICSI-anerin - auch mal ein bisschen Glück abgekommt. Direkt vorneweg - ich bin nicht schwanger. Das kann ich auch noch gar nicht sein, weil es sich heute überhaupt erst einnisten würde - wenn das oder die süße(n) Eizelle(n) überhaupt noch da sind. Aber wer weiß - bei meinem Glück aktuell, darf ich ja vielleicht auch das mal hoffen?

Aber nun mal von vorne.

Dieses Mal hat mich die Überstimulation ordentlich im Griff. Es war und ist aktuell definitiv nur eine Überstimulation niedrigeren Grades. Aber in dieser Form hatte ich sie bislang definitiv noch nicht. Seit der Punktion habe ich einen riesigen Bauch (sehe aus wie im 5./6. Monat schwanger) und ich merke meine riesigen Eierstöcke, die sich immer wieder schmerzhaft zu Wort melden. Ich trinke ordentlich meine 3 Liter am Tag und meine Eiweißshakes und gehe mindestens 1x pro Stunde auf Toilette. Spaziergänge mit dem Hund sind gerade leider nur sehr kurze möglich und leicht kurzatmig bin ich auch. Wenn sich die Eizellen tatsächlich einnisten sollten, dann hoffe ich nicht, dass ich ins nächste Überstimulations-Stadium gelange. Aber ich will mich nicht beklagen. Glücklicherweise habe ich mich etwas länger krankschreiben lassen (als wenn ich es geahnt hätte). Daher ist das alles erträglich. Ich schaue wahnsinnig viel fern, lese im Netz, lese Zeitschriften etc und ein bisschen arbeiten tue ich auch.

Aber nun zum Transfer. Dieser fand am Freitagnachmittag statt. Ich war wahnsinnig aufgeregt, weil ich wieder angst hatte, dass uns das gleiche Schicksal ereilt wie beim letzten Mal. Da hatten es ja nur zwei Eizellen bis zum TF +3 geschafft und diese hatten auch noch eine echt schlechte Qualität. Aber dieses Mal soll wohl alles anders sein. Von den 7 regulär befruchteten Eizellen konnten zwei reguläre 8-Zeller eingesetzt werden (einer in A- und einer in B-Qualität). Mein Mann und ich waren richtig aus dem Häuschen. Und das tolle war, dass aber noch 4 weitere im Rennen sind (davon 2 gute 8-Zeller und ich glaube zwei 7-Zeller). Wir waren total platt. Darauf haben wir natürlich gehofft, aber ehrlich gesagt nicht mehr gerechnet. Bluttest ist am 11.11.2016.

Ja, jetzt denkt ihr schon - waaah, die Lisa sammelt das Glück aber jetzt am laufenden Band ein. Jetzt ist aber mal gut. Tja, aber da muss ich euch leider enttäuschen. Dieses Mal haben wir noch einen Rekord geschlagen. Wir haben soeben erfahren, dass sich eine der vier weiterentwickelten Eizellen tatsächlich bis zur Blastozyste entwickelt hat und kryokonserviert werden konnte. Ich dachte eben wirklich, mich trifft der Schlag. Wir konnten noch NIE einfrieren. Die ersten beiden Male hatten wir auch einige in die Blasto-Kultur geschickt - aber nie hat es eine geschafft. Wir konnten auch noch nie welche im PN-Stadium einfrieren, weil wir an TF+1 immer nur so wenige hatten. Das ist so ein tolles Gefühl, dass auch wir mal was einfrieren können. Grandios! Und was mich auch sehr positiv stimmt - wenn es eine schon im Reagenzglas geschafft hat sich bis zur Blasto zu entwickeln, dann stehen die Chancen ja für einen oder gar beide Krümel im Bauch ja vielleicht auch gar nicht so schlecht. Schließlich wurden die zwei best-entwickeltsten ja transferiert.

Seit Freitag sind die zwei Fuzzis also in meinem Bauch. Ich hege und pflege sie, lege oft die Hand auf den Bauch und rede auch mit ihnen. Ich teile ihnen mehrfach am Tag mit, dass sie doch gerne bei mir bleiben sollen. Wenn sie sich weiterentwickelt haben, dann waren sie gestern eine Blastozyste und beginnen vermutlich heute mit der Einnistung. Famenita und Progynova 21 sind meine täglichen Begleiter. Natürlich zwackt es überall im Unterleib. Daran sind Famenita, Progynova 21 und die Überstimu auch nicht ganz unschuldig. Und das tut es auch schon die ganzen Tage und die letzten drei ICSIs auch. Daher bilde ich mir da nichts mehr ein. Mein Lieblings-Mann hat den Wunsch geäußert, dass wir diesmal keinen Schwangerschafts-Test-Krimi veranstalten und bis zum Bluttest warten. Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, ob ich das aushalte...

Ich halte also fest - es war bis jetzt eine echt gute ICSI. Die bislang beste ICSI, die wir je hatten.  Für viele da draußen lesen sich meine Erfolgszahlen vielleicht nicht gut. Aber ich bin mittlerweile 38 Jahre alt, die Eizellqualität hat also ordentlich abgenommen, ich habe die Hormon-Werte einer PCO-Patientin (bin aber keine) und darf daher nicht im langen Protokoll stimulieren. Wir haben es trotzdem getan - und es war die bislang scheinbar beste risikoreichste Entscheidung, die wir seit unserem Kinderwunschweg getroffen haben.

Und da gibt es noch ein paar wichtige Eckpunkte, die mich diesmal zuversichtlicher machen als bislang:

  • Am Transfertag (Freitag) hatten wir schlechtes Wetter (wirklich kein einziger Sonnenstrahl zu sehen, nur graue Suppe)*
  • Wir haben bei uns zurzeit eine Marienkäfer-Plage. Beim Samstag-Spaziergang sind daher 50 Marienkäfer auf mir gelandet und hunderte permanent hinter und neben mir her geflogen. Das Glück ist also mit voller Wucht auf mich zugeflogen und ich hatte gar keine Chance mich dem Glück zu entziehen ;-)
  • Wir hatten von Anfang an 7 regulär befruchtete Eizellen
  • Am TF +3 waren noch 4 Eizellen im Rennen
  • Wir konnten eine Blastozyste einfrieren (!!!)
  • Es wurden bislang alle meine ICSI-Rekorde geschlagen
  • Wir hatten vorher nach langer Zeit einen richtig genialen und langen Urlaub und haben ordentlich Sonne getankt
  • Mein Lichen sclerosus ist dieses Mal (vermutlich wegen dem zusätzlichen Prednisolon?) nicht ausgebrochen
  • Mein TSH-Wert lag einen Tag vor Punktion bei 1,27 (und ist damit so gut wie noch nie)
  • Und - ich bin das erste Mal richtig positiv gestimmt - ohne Handbremse
Ich werde die nächsten Tage ganz, ganz sicher viele grüne Punkte sehen und mich im Wechsel verrückt damit machen, dass ich "schwanger bin" und "doch nicht schwanger" bin. Also - wie immer - eine ganz entspannte Warteschleife ;-) Ihr kennt das ja.

Drückt mir weiterhin ganz feste die Daumen. Ich drücke mein weiterhin ganz feste für euch.
Und die, die schon schwanger sind - eine schöne Kugelzeit (in meiner Blogroll hat sich ja glücklicherweise wieder einiges getan! - ne, Penny :-*)

Ich melde mich die Tage wieder. Alles Liebe!


*Bislang sind alle schlimmen Ereignisse rund um den Kinderwunschweg (ELSS-Diagnose, ELSS-OPs, die letzten Punktionen und Transfere, die letzten Negativ-Mitteilungen etc.) immer an Tagen mit Sonnenschein passiert. Daher habe ich so einen bescheuerten Aberglauben entwickelt, dass schlechtes Wetter her muss, damit sich die Dinge in meinem KiWu-Weg endlich zum guten hin wenden.


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Alles besser diesmal?

Ich habe mich lange nicht mehr gemeldet. Aber irgendwie ist diese ICSI etwas anders verlaufen als die letzten Male.

Nun aber Mal alles der Reihe nach. Am 6. Stimulationstag (Dienstag, der 18.10.2016) sah ja schon alles ganz gut aus. Am 9. Stimulationstag (Freitag, der 21.10.2016) sollte ich dann nochmals in die Klinik zum Ultraschall. Und auch hier war das Ergebnis wieder gut. Die Eierchen sind fast genau so schnell weitergewachsen wie in den letzten Tagen. Aufgrund des minimal langsameren Wachstums würde sich die Stimulation aber vermutlich um einen Tag verlängern. Ich sollte daher noch bis Sonntag (Stimulationstag 11) mit 250 Gonal F weiterstimulieren und noch mal zur Kontrolle kommen. Dieses Zwischenergebnis war schon unglaublich, weil ich zum einen nicht meine Dosis erhöhen musste (wie sonst in jeder ICSI) und auch weiterhin keine zusätzliche Gabe von Luveris notwendig war. Also bis dahin - alles super.

Am Sonntag - Stimulationstag 11 - war ich dann wieder in Klinik zum Ultraschall. Es waren 12 gleichmäßig große gewachsene Eierchen (20 mm) zu sehen und vermutlich noch drei kleinere (hmpf). Dass sich da schon wieder mehr als gebildet haben, hat mich dann doch wieder geärgert. Aber immerhin - 12 gleichmäßig große Follikel. Diesen Zustand habe ich noch nie erreicht. Normalerweise hatte ich immer ein buntes Allerlei von verschiedenen Eier-Größen im Bauch. Es bleibt aber noch die Angst, dass sich die hohe Anzahl an Eizellen sich nicht schon wieder auf die Qualität der Eizellen auswirkt. Am Abend sollte ich dann um 22h mit Ovitrelle auslösen und am Dienstag um 8.30h zur Punktion in die Klinik kommen. Montags sollte ich noch einmal Blut abgenommen bekommen. Es bleibt unbedingt festzuhalten, dass ich dieses Mal nur 11 Tage stimuliert habe. So kurz habe ich bislang noch nie stimulieren müssen. Meine Schlagzahl liegt ja eigentlich bei 13 Tagen.

Am Dienstag, den 25.10.2016  (PU +0) war ich dann bei der Punktion. Leider wurden 18 Follikel punktiert. Das hat mich dann erst Mal nicht so glücklich gemacht. Meine Ärztin teilte mir dann auch mit, dass mein Östrogenspiegel leicht erhöht sei (irgendwas um die 4000) und deswegen Gefahr für eine Überstimulation besteht. Ich soll daher unbedingt außerordentlich viel trinken und diesmal noch zusätzlich Eiweiß-Shakes trinken. Am Abend ging es mir dann wieder Mal richtig bescheiden. Ich hatte ordentlich Schmerzen und hatte Angst, dass das die nächsten Tage so weiter geht.

Am Mittwoch, den 26.10.2016  (PU+1) war ich dann noch mal zur Kontrolluntersuchung in der Klinik. Die Eierstöcke sind ordentlich vergrößert und es ist auch ein wenig Flüssigkeit im Bauchraum zu sehen. Aber, wenn ich weiterhin viel trinke und meine Eiweiß-Shakes trinke, könnte ich vermutlich eine schlimmere Überstimulation vermeiden. Zudem ging es mir am Vormittag auch blendend. Meine Ärztin war dann auch noch mal kurz im Labor, um nach den Eizellen zu schauen. Und auch diesmal haben wir einen neuen Rekord erreicht: 7 Eizellen haben sich regular und gut befruchten können (sonst maximal 5) und bei einigen weiteren beobachtet man die weitere Entwicklung. Unglaublich - 7 Eizellen regulär befruchtet. Wir sind beide geflasht und insbesondere ich bin sehr positiv gestimmt. Ich hatte ja Angst, dass die 18 Eizellen wieder dafür sorgen, dass die Qualität wieder miserabel ist. Trotz der höheren Anzahl an Eizellen sollen wir uns aber auf einen Transfer an PU +3 einstellen. Einen Blastozystentransfer kann ich mir also auch dieses Mal abschminken... Ach so, ab heute soll ich dann auch noch täglich jeden Abend Heparin (Clexane) spritzen.

Heute Morgen habe ich dann in der Klinik angerufen. Transfer findet glücklicherweise nicht heute (PU +2) statt. Die Eierchen haben sich dann wohl gut entwickelt. Leider erfährt man am Telefon nie etwas, nur ob der Transfer stattfindet oder nicht. Ich soll morgen wieder anrufen und nachfragen. Oh man - jetzt bin ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen, ob sich die Eierchen alle schön weiterentwickelt haben. Wer weiß - ich traue es mich eigentlich gar nicht überhaupt daran zu denken - vielleicht stellen wir einen neuen Rekord auf und können dieses Mal sogar einfrieren? Aber am besten lege ich diese irrationalen Träumereien direkt wieder ad acta. Denn das wird sicherlich nicht passieren. Aber mit ganz viel Glück haben wir dieses Mal vielleicht zwei Eizellen mit sehr guter Qualität, mit einer realistischen Chance auf eine Einnistung? Mmh.

Eine Sache bereitet mir allerdings ein wenig Bauchschmerzen. Mein Progesteronwert war am Tag - wenige Stunde vor Auslösen des Eisprungs - mal wieder erhöht. Dieses Mal bei 1,89. In der Literatur sagt man, dass man eigentlich nur bei einem Wert bis 1,5 einen Transfer durchführen soll. Ich habe das sehr lange mit meiner Ärztin diskutiert. Sie ist der Meinung, dass man den Transfer auch bei diesem Wert durchführen sollte. Sie hätten diesen Wert innerhalb der Klinik mehrfach untersucht und festgestellt, dass hohe Schwangerschaftsraten noch bei einem Wert bis 2,0 eintreten und auch darauf hingewiesen, dass die Progesteron-Werte von Labor zu Labor auch sehr schwanken.
Am Ende habe ich mich dann entschieden, ihr zu vertrauen. Wir werden den Transfer - trotz des erhöhten Wertes durchführen. Was bleibt mir auch anderes übrig, als den Ärzten zu vertrauen.

Ich melde mich die Tage wieder. Drückt mir fleißig all eure Daumen und Zehen. Ich hoffe, dass ich mich wieder mit positiven Nachrichten zurückmelden kann.

Alles Liebe