Sonntag, 21. Mai 2017

Wieder mittendrin - 5. ICSI: Stimulation +10

Laaange habe ich nichts mehr von mir hören lassen. Aber es ergeht mir mittlerweile wie vielen anderen Langzeit-Kinderwunschfrauen. Irgendwann hat man keine so große Lust mehr, sich so intensiv mit dem Kinderwunsch-Thema auseinanderzusetzen. Und das tue ich immer zwangsläufig, wenn ich meinen Kinderwunschweg hier im Blog beschreibe.

Das Aufschreiben meines Kinderwunschwegs in diesem Blog war gerade in der Anfangszeit außerordentlich wichtig für mich. Es hat mir sehr geholfen, mich damit intensiv auseinandersetzen zu können. Mit meiner Trauer um meine beiden Sternenkinder, und mit den ganzen Strapazen, die ich im Laufe der letzten 5 Behandlungen auf mich genommen habe. Und dass viele von euch mir hier immer so zahlreich antworten oder mir auch privat schreiben, brachte und bringt mir nach wie vor immer noch sehr viel. Aber dieses Mal war es an der Zeit, dem eigentlichen Leben  - meinem Leben - wieder mehr Vorrang zu geben - auch, wenn ich das Kapitel Kinderwunschbehandlung nach wie vor noch nicht abgeschlossen habe. Aber ich merke für mich selbst, dass es in Ordnung wäre, dieses Kapitel auch einfach mal zu schließen - auch ohne den gewünschten Erfolg.

Ich schreibe das jetzt so taff, aber ich darf euch verraten, dass ich gerade Tränen in den Augen habe. Es ist doch etwas anderes, dieses Ende immer wieder und wieder im Kopf zu durchdenken und mit dem Partner zu besprechen, als es wirklich niederzuschreiben. Da fühle ich dann doch diesen Stich in der Magengrube. Aber wir sind beide mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo wir uns ein Ende gesetzt haben. Ich bin gerade mitten in der 5. ICSI (mehr dazu gleich). Und sollte es auch dieses Mal nicht klappen, werden wir maximal nur noch eine ICSI versuchen. Dann ist gut - dann sind wir nicht nur finanziell an unsere Grenzen gegangen, sondern auch psychisch und ich auch physisch. Mehr geht dann einfach nicht mehr. Und zu mehr Behandlungen rät dann auch unsere Ärztin nicht mehr. Ich habe einfach keine Lust mehr, mich immer wieder in meinem Leben einzuschränken (ich würde mich wirklich sehr gerne in einem Sportverein anmelden, aber hier gibt es immer nur längerfristige Verträge), ich würde gerne einen Urlaub planen, ich würde gerne wieder einfach so Konzerttickets kaufen, und ich möchte mein Geld sehr gerne wieder für schöne Dinge für mich/uns ausgeben, statt es in meine Kinderwunschklinik zu tragen. Ich weiß, dass es nach dem Ende der Kiwu auch ein schönes Leben für uns geben kann. Vor einem halben Jahr war das für mich unvorstellbar - ich konnte mir ein Leben ohne Kinder einfach nicht vorstellen. Aber mittlerweile reden wir auch immer öfters davon, wie wir unser Leben planen würden (Segelschein machen und Urlaub am Wasser machen, 4 Mal im Jahr in den Urlaub fahren, Kurztrips unternehmen, Wandertouren und wieder regelmäßig ins Theater, in Museen und in die Oper gehen - und natürlich regelmäßig auf Konzerte gehen (ich vermisse es so sehr!). 

Aber nun zur eigentlichen Behandlung. Ich weiß durch eure Rückmeldungen, dass ihr meine ausführlichen Tagebücher zu den einzelnen Behandlungen sehr schätzt. Die aktuelle Behandlung werde ich euch leider nicht in aller Ausführlichkeit mehr aufschreiben können, weil ich sie ein wenig "verdränge" und sie gerade eher nebenher laufen lassen. Die Eck-Daten schreibe ich euch aber mal auf.

  • Vorab mal wieder ein viel zu langer Zyklus von 38 Tagen (mein Körper hat sich immer noch nicht richtig vom langen Protokoll bei der 4. ICSI erholt und das obwohl wir dazwischen sogar noch einen Kryozyklus hatten)
  • Do. 20.04.2017: 
    • 1. Tag der Periode
  • Sa. 22.04.2017: 
    • 1. Einnahmetag Pille Minisiston
  • So. 30.04.2017:
    • Start Downregulation mit Synarela-Nasenspray (morgens und abends jeweils 2 Hübe)
  • Fr. 05.05.2017: 
    • letzter Tag Pilleneinnahme
  • Mo. 08.05.2017: 
    • Einsetzen der Periode
  • Di. 09.05.2017: 
    • Start Einnahme von Prednisolon gegen meine hohen Antikörper
    • Vorabgespräch mit meiner Kiwu-Ärztin 
  • Do. 11.05.2017: 
    • Blutabnahme
  • Fr. 12.05.2017: 
    • 1. Ultraschall: alles ok; 
    • Start Stimulation mit Gonal F 250 Einheiten
  • Di. 16.05.2017: 
    • 2. Ultraschall und Blutabnahme: mehrere ungleichmäßig große Follikel, ca. 9-10 mm Durchmesser - daher Verdacht auf zu niedriges LH und zudem Steigerung von Gonal F ab dem 17.05. auf 300 Einheiten
  • Mi. 17.05.2017: 
    • Blutergebnisse zeigen zu niedrigen LH-Wert, daher zusätzliche Einnahme von einer Ampulle Luveris notwendig
    • Start mit Luveris direkt nach der Arbeit, also am Abend
  • Fr. 19.05.2017: 
    • Blutabnahme und Ultraschall: 8 gleichmäßig große gewachsene Follikel - ca. 14 mm im Durchschnitt und viele kleine - trotz der Dosis-Erhöhung und Luveris sind die kleineren Follikel nicht mehr mitgezogen; 
    • positiv ist aber, dass 8 Follikel gleichmäßig groß sind; 
    • Annahme, dass Punktion - bei entsprechendem Wachstum - ggf. schon am Montag stattfinden kann. Daher zusätzliche Kontrolle am Sonntag, den 21.05.2017
  • So. 21.05.2017: 
    • Blutabnahme und Ultraschall: 9 gleichmäßig große Follikel - ca. 17,x mm im Durchschnitt. 
    • Follikel sind nicht schnell genug gewachsen - daher morgen noch einmal zur Kontrolle

So schaut es aktuell also bei mir aus. Wirklich optimal läuft die Behandlung gerade nicht. Aber ich warte jetzt erst einmal die Punktion und die Befruchtungsrate und die Eizellqualität ab - danach kann ich den Kopf immer noch in den Sand stecken. Etwas schlimmeres als ein erneutes negativ kann ja nicht bei rauskommen - und darin bin ich ja schon mehr als erprobt drin, gell ;-)

Es gibt eine kleine Änderung bei der Behandlung dieses Mal. Meine Ärztin war auf einem Kongress für Reproduktionsmedizin und hat leider nicht allzu große Erkenntnisse für Implantationsversagen erhalten. Aber es gab wohl sehr überzeugende Ergebnisse zu der Gabe von HCG nach der Punktion., dies soll die Einnistungswahrscheinlichkeit bei spezifischen Patientinnen wohl signifikant erhöhen. Daher werde ich dieses Mal noch in regelmäßigen Abständen etwas HCG spritzen. Aus diversen Foren weiß ich, dass dies in vielen Praxen wohl schon gängige Praxis. 

Weiterhin wurde das Vorgehen bestätigt, bei hohen Antikörpern Clexane nach der Punktion zu spritzen - daher behalten wir das auch dieses Mal bei. 

Und neu ist in unserer Praxis, dass nun grundsätzlich immer ein Blastozystentransfer angestrebt wird (bislang wurde der Blastozystentransfer immer nur bei jüngeren Frauen durchgeführt, die viele und v. a. gut entwickelte Embryonen hatten). Grund hierfür ist, dass man eine neue Nährlösung für die Embryonen verwendet. Früher mussten die Embryonen wohl nach drei Tagen in eine andere Nährlösung umgezogen werden. In dem empfindlichen Stadium wohl ein besonderes Risiko für eine negative Entwicklung. Dies ist bei der neuen Nährlösung nicht mehr der Fall - denn hier können sie bis zum Blastozystenstadium verweilen. Zudem sei eine neue Erkenntnis, dass Embryonen die sich bis zur Blastozyste zwischenzeitlich nicht so gut entwickeln, am Ende aber doch noch eine gute Qualität und erlangen und sich auch einnisten können. (By the way: dies erklärt dann nämlich auch, warum sich mancher 4-Zeller an Tag 3 noch zu einem richtigen Kind entwickelt hat).
Wenn ich ehrlich bin hat mich diese Aussage ein wenig an meiner Klinik zweifeln lassen. Gab es diese Nährlösung bislang nicht auf dem Markt oder gab es sie schon eine ganze Weile und haben den Patienten damit schlechtere Grundbedingungen geboten? Wisst ihr zufälligerweise wie das in eurer Praxis gehandhabt wird? Vielen Dank vorab für euer Feedback :-* 
Ich habe mittlerweile viele Artikel gelesen, dass die Nährlösung eine große Rolle für den Erfolg einer Behandlung spielt.

Nun aber genug für heute geschrieben. Ich weiß noch nicht, ob ich mich wieder zeitnah bei euch melden werden. Wie oben bereits geschrieben, möchte ich dieser Behandlung nicht allzu viel Raum in meinem Leben geben. Sollte ich aber das dringende Bedürfnis haben euch zu schreiben, melde ich mich natürlich. Die Hormone werden mich schon lenken und leiten ;-)
Ich würde mich auf jeden Fall über euer Feedback in Bezug auf die Nährlösung freuen.

Alles Liebe





 



 




Dienstag, 28. März 2017

Im Hamsterrad

Ich mag eigentlich gar nicht mehr. Es ist das 5. Mal, dass ich einen Post über mein Leben nach dem Negativ schreibe. Und in aller Regel ist es auch wieder ein Post, der die Vorbereitung für den neuen Versuch beinhaltet. 

Ich bin in einem Hamsterrad gefangen, aber irgendwie auch nicht, weil ich ja jederzeit die Möglichkeit habe das Hamsterrad wieder zu verlassen. Und obwohl mir ein freihes Leben ohne Kinderwunschbehandlungen entgegen lächelt, wähle ich das Hamsterrad. Als Kinderwunschfrau lebt man ja doch ein wenig selbstzerstörerisch. Aber darüber darf man nicht zu intensiv nachdenken ;-)

Wie geht es mir nach dem Negativ?

Zwar besser als nach den anderen Negativs, aber irgendwie leerer und abgestumpfter als sonst.
Mir geht es deshalb besser als bisher, weil die Strapazen sich im Rahmen der Kryobehandlung in Grenzen gehalten haben. Aber auch deshalb, weil ich die Medikamente nach dem Negativ nicht radikal abgesetzt habe. Nach der letzten Behandlung hatte ich ja einen richtigen Nervenzusammenbruch - und ehrlich gesagt, geriet ich nach jedem Negativ in eine kleinere Depression. Leider habe ich meiner Ärztin erst beim letzten Mal davon erzählt. 

Hätte ich das mal besser früher erzählt (oder anders herum: ist es eigentlich nicht ihre Pflicht mich nach meinem Befinden nach dem Negativ zu fragen?). Denn sie meinte, dass die Depression bei einigen Frauen durch das abrupte Absetzen der Hormone kommt. Ich gehöre wohl zu den wenigen Frauen, die sehr empfindlich auf den Östrogen- und Progesteronsturz reagieren. Dies könnte man einigermaßen verhindern, indem man die Medikamente (in meinem Falle Famenita und Progynova 21) langsam ausschleicht. Dies habe ich dieses Mal getan. Ganz ohne Stimmungsschwankungen ging es natürlich nicht, aber immerhin hatte ich dieses Mal keine depressive Episode. Migräne hatte ich an vereinzelten Tagen aber dann trotzdem - aber lieber das als Depressionen. 

Und natürlich fand meine Schilddrüse bzw. der liebe Herr Hashimoto die Hormonschwankungen auch alles andere als witzig, weshalb ich meine L-Thyroxin-Dosis jetzt eigenmächtig von 75 auf erst Mal 88 erhöht habe. Weil das eine richtig gute Idee war (ich bin nämlich fast am Arbeitsplatz eingeschlafen vor lauter SD-Unterfunktion), werde ich meine Dosis morgen auf 100 erhöhen. Mal schauen, wie es sich anfühlt. Bevor jetzt besorgte Kommentare kommen: vor Start der Behandlung hat mein Hausarzt mir empfohlen meine L-Thyroxindosis auf 100 zu steigern, obwohl meine Werte gut sind. Aber aufgrund von anhaltenden Konzentrations- und Gedächtnisproblemen sollte ich erhöhen (weil ich bei den freien Werten noch was Luft nach oben  habe). Ich konnte aber nicht erhöhen, weil meine Kiwu-Ärztin das kurz vor der Behandlung nicht empfohlen hat.

Körperlich macht sich die mürrige Schilddrüse leider auch bemerkbar. Ich sah die letzten Wochen aus wieder wandelnde Tot. Meine Gesichtshaut ist komplett ausgetrocknet und voller Pickel (meine Haut ist normalerweise lupenrein und porzellanartig), ich habe Augenränder so dunkel wie die Nacht und meine Haare bekomme ich nur mit Intensiv-Pflege wenigstens ansatzweise gepflegt. Ich nehme seit 4 Tagen aber wieder hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel zu mir und achte wirklich sehr auf meine Ernährung - daher merke ich auch, dass es wieder aufwärts geht (vermutlich auch Dank der Steigerung von L-Thyroxin). Wenn also irgendein Repro-Mediziner behaupten sollte, dass solch eine Behandlung ganz sanft ist und keine Spuren hinterlässt, dem steige ich echt auf's Dach.

Die Gesundheit geht also wieder aufwärts. Aber in meinem tiefsten Inneren fühlt sich aktuell alles einfach nur leer an. Ich bin mir durchaus bewusst, dass mein körperlicher Zustand definitiv dazu beiträgt. Andererseits habe ich gerade echt wenig Interesse mich mit Freundinnen zu treffen, weil die aber auch alle Kinder haben. Mich interessieren die Kinderprobleme meiner Freundinnen gerade herzlich wenig. Ein ganz lieber Kollege bekommt demnächst sein erstes Kind und erzählt wirklich von nix anderem. Klar, der ist total stolz und überglücklich. Aber ich kann den auch nicht bremsen, weil ich ihm aber auch nicht sagen kann, dass mich das null interessiert. Es ist gerade einfach alles so wahnsinnig anstrengend. Und damit ich aus diesem schwarzen Loch raus komme, schaue ich gerade akribisch nach neuen Hobbys für mich. Yogakurse, Nähkurse, Töpferkurse, Wassersportkurse oder Bootsführerschein (ich wohne am Wasser), Chor, Gesangsunterricht, Theatergruppe, etc. Ich bin fest entschlossen mich mindestens zwei Mal die Woche fest mit zwei neuen Hobbies zu beschäftigen, um den Kopf frei zu bekommen und ganz vielleicht auch neue (hoffentlich kinderlose) Frauen kennen zulernen. Ich muss mich nur noch entscheiden, was ich machen möchte. In erster möchte ich mich gerne wieder im positiven Sinne mit mir selbst beschäftigen und mein innerstes Ich wieder wahrnehmen (um vielleicht mal wieder eine Antwort darauf zu bekommen, was ICH den eigentlich wirklich will).

Na ja, und wenigstens eine gute Sache hat es nach dem Negativ gegeben: ich habe eine fette Gehaltserhöhung bekommen und eine weitere fette Gehaltserhöhung ist dieses, aber spätestens nächstes Jahr in Aussicht. Somit könnte ich eigentlich 10 neue Hobbies starten. Wenn da nicht... ja, wenn da nicht diese verdammt hohen Kosten für die Kiwu-Behandlung wären. Die ganze Gehaltserhöhung fließt also direkt in meine Kiwu-Klinik. Juhu - ik freu mir. Aber dennoch, möchte ich diesen Abschnitt mit etwas positiven beenden. Ja, mein Kiwu-Weg ist beschissen und war auch der Grund, warum ich in einem Job geblieben bin, in dem ich eigentlich nicht bleiben wollte. Aber in diesem Job konnte ich mich während der KiWu-Behandlungen - ohne ernsthafte Konsequenzen zu befürchten - krankschreiben lassen (und das war aufgrund meiner heftigen Überstimulationen leider auch immer notwendig) und ich konnte alle noch so unglücklich gelegenen Termine wahrnehmen. In meinem Coaching habe ich daher beschlossen das beste aus meinem Job zu machen. Und siehe da, mein Job hat angefangen mir wieder Spaß zu machen. Ich habe mich in ganz viele Themen reingehängt und war voller Enthusiasmus. Und das hat sich extrem positiv auf alle Projekte ausgewirkt, die ich betreut habe. Und das wurde wiederum von meinem Chef, aber auch von anderen Personen im Unternehmen wahrgenommen. Und genau deshalb, habe ich diese fette Gehaltserhöhung bekommen. Nennt mich "karrieregeile, weil kinderlose Tussi" - ich bin stolz darauf!

Wie geht es weiter?
Unglaublich aber wahr - wir machen tatsächlich weiter. Vergesst mein Geschwätz von vor der ersten ICSI, wo ich behauptet habe, dass nach 5 Versuchen Schluss ist. Wir machen weiter - vermutlich bis das Geld ausgeht. Wer mich kennt, wüsste jetzt, dass diese Aussage völlig konträr zu meiner bisherigen Lebenseinstellung ist. Denn normalerweise bin ich ein sehr sparsamer, weil vorausschauender Mensch. Ich spare schon seit jungen Jahren für das Alter, bilde Rücklagen etc. Verzichte schon seit Jahren auf den großen Luxus, weil es mir schon immer wichtig war etwas auf der hohen Kante zu haben. Und jetzt bin ich bereit all mein Hab und Gut, all meine Ersparnisse für diesen Kinderwunsch, also für das Vielleicht-Kind aufzugeben. Für dieses immer kleiner werdende Vielleicht, bin ich bereit all meine bisherigen Lebenseinstellungen über Bord zu werfen. Und das weil ich zu der einzig wahren Erkenntnis gekommen bin, dass es mir nichts bringt im Alter vielleicht in einer wunderschönen Finca in Italien zu leben und dafür vielleicht auf ein Kind verzichtet zu haben. Ich könnte diese Finca einfach nicht vor mir selbst rechtfertigen. Da wohne ich doch lieber weiterhin in meiner kleinen Wohnung an einer viel zu lauten Straße und habe dafür vielleicht einmal ein Kind. Denn ein Haus werden wir uns in unserer Stadt selbst bei weiterhin steigendem Einkommen bei den aktuell abartigen Hauspreisen eh nicht leisten können.

Am Freitag wissen wir auf jeden Fall mehr wie es weitergehen wird, weil wir dann wieder in unserer Klinik sind. Ich melde mich dann die Tage wieder und danke auf diesem Wege alle noch mal von ganzem und tiefsten Herzen für all eure lieben Kommentare in den letzten Wochen. Sie haben mir richtig, richtig gut getan!

Alles Liebe!









 

Freitag, 10. März 2017

Kryozyklus: 4 + 1 = 0

4 ICSIs und eine Kryo = null Schwangerschaften.

Wie lange und wie oft wollen wir uns das eigentlich noch antuen...?

Montag, 6. März 2017

Kryozyklus: Transfer +12

Noch zwei Tage, dann hat die Warterei endlich ein Ende.

Symptome die letzten Tage: 
hin und wieder mal ein Mensziehen. Ansonsten nix.
Seit gestern Abend habe ich allerdings das Gefühl, das mein BH jeden Moment platzt. Da ich aber noch nie einen Kryotransfer hatte, weiß ich jetzt auch nicht, ob das nicht vielleicht von den Medis kommt und meine Periode ankündigt. Ansonsten noch Verdauungsprobleme.

Sehr auffällig verhält mein Hund sich allerdings seit vier oder fünf Tagen. Mein Mann darf nicht mehr in meine Nähe. Wenn er das versucht, nimmt der gerade extrem ausgeprägte Beschützerinstinkt meines Hundes sein extremes Ausmaß an. Zuerst haben wir uns natürlich Hoffnung gemacht, aber das dann auch schnell wieder da Acta gelegt. Wir haben einen sehr intelligenten Hütehund. Hin- und wieder probiert er gerne mal neue Verhaltensweisen aus und testet sie bei uns an. Vermutlich ist das wieder so ein Test von ihm, den wir ihm ganz schnell wieder abgewöhnen müssen. Aber wir gönnen uns noch den Spaß bis zum Bluttest (weil wir mit jeder Beschützeraktion von unserem Hund ein klein wenig das Pflänzchen Hoffnung nähren - wenigstens mal ein paar Tage das Gefühl spüren, das man vielleicht schwanger sein könnte).

Ich melde mich dann voraussichtlich wieder mit dem Ergebnis. Bis die Tage und drückt alle fleißig die Daumen :-*

Donnerstag, 2. März 2017

Kryozyklus: Transfer +8

Meine Symptome im Überblick:

Gestern, Transfer +7: keine Symptome

Heute, Transfer +8: den ganzen Tag Unterleibsschmerzen, insbesondere die Eierstöcke. Ich habe den Verdacht, dass sich da meine Mens mit ganz großer Gewalt ankündigt. Heute hatte ich hin und wieder auch den Eindruck, dass meine Brüste etwas angeschwollen sind. Und übel war mir auch den ganzen Vormittag. Besonders nerven mich heute meine Verdauungsprobleme (vielleicht ist das gar kein Mensziehen, sondern kommt vom Darm?)
Mein Resümee lautet: das kommt alles von den Medis, die Periode ist schon in den Startlöchern und diesen Versuch kann ich dann wohl auch abhaken. Oh man...

Montag, 27. Februar 2017

Kryozyklus: Transfer +5

Meine Symptome heute zur Dokumentation:
Den ganzen Morgen und Vormittag enorme Kreislaufprobleme. (Zum Glück habe ich heute noch frei)
Permanentes Ziehen im Unterleib. Beide Eierstöcke schmerzen zudem auch durchgängig.

Heute habe ich bei Dr. Google gelesen, dass diese Symptome alle von Famenita und Progynova 21 kommen. Hmpf...

Mich beschleicht wieder ein bisschen die Panik: Was ist, wenn es auch diesmal nicht klappt? Wie lange und wie oft will ich mir das eigentlich noch antun?

Sonntag, 26. Februar 2017

Kryozyklus: Transfer +4

Ich hatte mir ganz fest vorgenommen, mich dieses Mal nicht in den Warteschleifen-Sog hineinziehen zu lassen. Aber die Warteschleife hat mich voll im Griff.

Symptome:
Ab Mittag/Nachmittag: Müde, müde, müde, weil mein Hashimoto die zusätzliche Hormonzufuhr wohl nicht so witzig findet.

Ein permanentes Ziehen im Unterleib, so als ob meine Periode kommt oder wie ein leichter Muskelkater. Auf jeden Fall total merkwürdig und das hatte ich so in dieser Form definitiv noch nie. Aber zuvor hatte ich den Transfer ja auch immer im Frisch-Zyklus. Das hörte gestern Abend auch plötzlich auf und kam erst beim Gassi gehen mit dem Hund wieder zum Vorschein. 

Und dann weiterhin: relativ starke Schmerzen in der Gegend des linken Eierstocks oder Eileiters. Wobei das auch der Darm sein könnte. Dieser könnte gerade reagieren, weil ich die letzten Tage immer wieder mal Weizenprodukte gegessen habe (sehr clever, die Entzündung ausgerechnet jetzt anzuheizen...)

Und übel ist mir schon die ganze Zeit, aber dieser Zustand hat bereits vor dem Transfer mit Einnahme von Famenita begonnen. 

Fazit: meinem Körper wird gerade vorgegaukelt, dass er schwanger ist und ich falle wieder drauf rein. Kann mir bitte mal jemand behilflich sein, mich mal kräftig mit dem Kopf gegen die Wand knallen zu lassen, damit ich wieder vernünftig werde? Dankeschön :-*

Bis die Tage!