1. ICSI

Hier alle Eckdaten zu meiner allerersten ICSI in 2015 mit dem Antagonisten-Protokoll

(Alle Informationen, die noch in der Zukunft liegen, sind entsprechend gekennzeichnet)


26.08. - 20.09.2015
Behandlung:
Vorzyklus durch Pilleneinnahme (Minisiston)

Gesundheitszustand:
Ich habe die Pille erstaunlicherweise sehr gut vertragen, aber dennoch hatte ich zum Ende des Zyklus und die Tage bis zur Stimulation hin starke Kopfschmerzen.
Ab dem 16.09. hatte ich auch noch das Vergnügen eine Grippe zu bekommen.

Gefühlszustand:
Anfangs tiefenentspannt, aber dann wurde ich von Tag zu Tag unruhiger ;-)


Tag 1: Freitag, den 25.09.2015
Behandlung:
Termin in der KIWU
Start der Stimulation mit Gonal F (187,5 Einheiten)
Blutentnahme und Ultraschall
Fazit des Ultraschalls: keine Zysten, sehr niedrig aufgebaute Gebärmutterschleimhaut aufgrund der vorherigen Einnahme der Pille - also alles im grünen Bereich

Behandlungsplan:
Meine Ärztin war sich unsicher, mit welchen Gonal F-Einheiten ich starten soll. Aufgrund des hohen AMH-Wertes sollte ich eigentlich mit 175 stimuliert werden, aber mein hohes Alter (in wenigen Wochen werde ich 37) lässt sie eher zu 200 Einheiten tendieren. Sie wählt am Ende die goldene Mitte von 187,5 Einheiten. Geplant ist, dass ich dies bis zum 29.09. so fortführe.

Medikation:
187,5 Einheiten Gonal F

Gesundheitszustand:
Ich hatte den ganzen Tag Kopfschmerzen. Aber das kenne ich noch aus den Zeiten, wo ich regelmäßig die Pille genommen habe. Also eine wunderhübsche Nebenwirkung der Pille.

Gefühlszustand:
Vor dem Termin sehr angespannt. Nach dem Termin und der ersten Spritze Gonal F dann doch deutlich entspannter. Die Spritze ist doch nicht so gruselig wie ich dachte. Allerdings wird mein Lieblingsmann das Vergnügen habe, mir diese jeden Morgen zu geben ;-)


Tag 2: Samstag, den 26.09.2015
Medikation:
Gonal F 187,5

Gesundheitszustand:
Den ganzen Tag sehr starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit. Am Abend: schmerzhaftes Ziehen im Unterbauch und Blähbauch > langes Sitzen sehr ungemütlich.

Gefühlszustand:
Erste Euphorie ist schon ein wenig abhanden gekommen, es geht in Richtung Normalität.


Tag 3: Sonntag, den 27.09.2015
Medikation:
Gonal F 187,5

Gesundheitszustand:
Mir geht es richtig gut. Kopfschmerzen sind komplett weg. Tagsüber hin und wieder ein sehr leichtes Unterleibsziehen. Abends unglaublich viel Luft (?) im Bauch, gerade sitzen wird schwieriger aber machbar.

Gefühlszustand:
Sehr entspannt und das obwohl heute theoretisch der erste Geburtstag meines ersten Sternenkindes gewesen wäre. Aber das habe ich erfolgreich verdrängt.


Tag 4: Montag, den 28.09.2015
Behandlung:
Morgens: Blutentnahme
Abends: Termin bei der Anästhesie

Medikation:
Gonal F 187,5

Gesundheitszustand:
Die Hose ging am Morgen schon etwas schwerfälliger zu, der Bauch ist also definitiv größer geworden.
Den ganzen Tag im Büro zu sitzen mit dem Ziehen im Bauch ist schon ein wenig anstrengend. Abends: wieder Blähbauch und ein wenig Samba im Unterbauch.

Gefühlszustand:
Eigentlich relativ entspannt. Allerdings habe ich heute schon gemerkt, dass ich meine Gefühlslage innerhalb weniger Sekunden von "Tiefenentspannt" auf "180" und wieder zurück gehen kann.
Ansonsten bin ich unheimlich gespannt, was morgen im Ultraschall und bei der heutigen Blutuntersuchung raus kommt.


Tag 5: Dienstag, den 29.09.2015
Behandlung:
Blutentahme:
Die Ergebnisse der Blutentnahme kenne ich nicht im Detail. Allerdings haben sie schon darauf hingedeutet, dass die Stimulation nicht so hoch angeschlagen hatte, wie ursprünglich von meiner Ärztin geplant. Mein TSH-Wert liegt bei 1,7 (allerdings hatte ich am Morgen noch L-Thyroxin eingenommen...).

Ultraschall:
Nur deprimierende 8 Folikel, die auch nur 7 mm groß sind.

Behandlungsplan:
Heute (Dienstag) und morgen (Mittwoch) soll ich Gonal F von 187,5 auf 225 Einheiten steigern. Donnerstag und Freitag auf weitere 250 Einheiten.
Zusätzlich soll ich am Donnerstag und Freitag noch Cetrotide spritzen.

Medikation:
Gonal F 225 Einheiten

Gesundheitszustand:
Ganz leichte Kopfschmerzen (ggf. wegen Wetterumschwung?). Abends wieder Blähbauch.

Gefühlszustand:
Deprimiert wegen der geringen Folikel-Ausbeute. Erste Zweifel, dass diese ICSI nicht zum Erfolg führt.


Tag 6: Mittwoch, den 30.09.2015
Medikation:
225 Einheiten Gonal F.

Gesundheitszustand:
Leichte Kopfschmerzen am Morgen. Mittags/Nachmittags sehr müde. Heißhunger auf Süßigkeiten.

Gefühlszustand:
Abwechselnd tiefenentspannt und schnell gereizt.


Tag 7: Donnerstag, den 01.10.2015
Medikation:
250 Einheiten Gonal F
1 Spritze Cetrotide

Gesundheitszustand:
Fast den ganzen Tag Kopfschmerzen. Immer wieder ein leichtest und teilweise kräftiges Ziehen im Unterleib, insbesondere am linken Eierstock. Blähungen und Blähbauch am Abend.
Und dann noch ein seltsamer gelber Ausfluss (Ergänzung vom 02.10.: meine Ärztin meinte, dass dies durch die Stimulierung kommt - also alles in Ordnung!).

Gefühlszustand:
Seltsamerweise völlig tiefenentspannt. Ist das die Ruhe vor dem Sturm? Denn morgen ist der nächste Ultraschall (Sind jetzt mehr Folikel zu sehen? Sind sie gewachsen?)


Tag 8: Freitag, den 02.10.2015
Behandlung:
Ultraschall und Blutentnahme

Ultraschall:
5 Folikel auf der rechten Seite, ca. 11 mm groß. Auch auf der linken Seite waren Folikel zu sehen (m. E. mehr als 3 und mindestens einer größer als 11 mm). Gebärmutterschleimhaut entsprechend der Folikelgröße aufgebaut. Laut Ärztin ist alles tippi-toppi und nach Plan.

Behandlungsplan:
Bis Montag, den 05.10. weiterhin 250 Einheiten Gonal F und 1 Spritze Cetrotide. Punktion voraussichtlich am Mittwoch, den 08.10. oder Donnerstag, den 09.10., allerspätestens am Freitag, den 10.10.2015.

Medikation:
250 Einheiten Gonal F
1 Spritze Cetrotide

Gesundheitszustand:
Heute Morgen Kopfschmerzen und Übelkeit. Ab Mittags aber ging es mir super - keinerlei Beschwerden mehr.

Gefühlszustand:
Seltsamerweise völlig tiefenentspannt und völlig angstfrei was meine Wunschzukunft betrifft. Ich habe keine Ahnung, wo ich diese Zuversicht gerade hernehme, dass ich jetzt tatsächlich mal an der Reihe bin. Aber ich will da jetzt auch nicht dran rütteln, weil negative Gedanken sich sicherlich auch in irgendeiner Weise auf den Behandlungserfolg auswirken können. Chaka - das muss jetzt klappen. (Heulen kann ich beim negativen Ergebnis immer noch - aber pfui, weg mit diesem Gedanken!)


Tag 9: Samstag, den 03.10.2015
Medikation:
250 Einheiten Gonal F
1 Spritze Cetrotide

Gesundheitszustand:
Bis Mittags einwandfrei. Ich bin morgens auch eine Stunde stramm mit dem Hund spazieren gegangen. Aber nachdem ich gegen Mittag ein heißes Bad genommen habe, hatte ich stärkere Unterleibsschmerzen und der Bauch ist angeschwollen. Der geplante Nachmittagsspaziergang musste dann auch deutlich kürzer ausfallen. Aus Angst vor einer Überstimulation habe ich dann noch sehr viel Wasser getrunken und Fenchel-Anis-Kümmeltee (gegen die Luft im Bauch) getrunken.

Gefühlszustand:
Nach wie vor tiefenentspannt. Leider erwische ich mich immer öfter bei den Gedanken an ein eigenes Baby und sehe uns als Familie bei verschiedenen Gelegenheiten. Mmh...


Tag 10: Sonntag, den 04.10.2015
Medikation:
250 Einheiten Gonal F
1 Spritze Cetrotide

Gesundheitszustand:
Die Angst vor einem Überstimulationssyndrom war wohl unbegründet oder das viele Trinken hat etwas gebracht. Denn heute morgen ging es mir wieder sehr gut. Ich habe heute jedoch den ganzen Tag darauf geachtet, dass ich seeeehr viel trinke. Hin und wieder spürte ich ein leichtes Ziehen im Unterleib, aber nicht wirklich der Rede wert.

Gefühlszustand:
Weiterhin tiefenentspannt und auch heute wieder ganz konkrete Gedanken und Zukunftsvisionen an ein Leben mit Kind. Heute hatte ich kurzzeitig dann auch Angst davor, dass diese ICSI mit einem negativen Ergebnis endet. Diesen Gedanken habe ich mir aber nur sehr wenige Minuten erlaubt. Schließlich habe ich mir vorgenommen angstfrei und positiv durch diese ICSI zu gehen.
Ich bin sehr gespannt was der morgige Ultraschall bringt. Denn so langsam wird es konkret: die Punktion naht!


Tag 11: Montag, den 05.10.2015
Behandlung:
Blutentnahme & Ultraschall

Ultraschall:
Frau Dr. Vertretungsärztin ist heute Morgen überhaupt nicht gut gelaunt und alles andere als gesprächig. Die Ärztin hat mir leider nichts mitgeteilt und meinte nur, dass es gut ausschaut und wohl Donnerstag die Punktion sei. Punkt. I'm not amused about this...

Behandlungsplan:
Mindestens noch am Dienstag ein weiteres Mal Gonal F 250 Einheiten und 1 Spritze Cetrotide. Am Dienstag noch einmal zum Ultraschall.

Medikation:
250 Einheiten Gonal F, 1 Spritze Cetrotide.

Gesundheitszustand:
Angeschlagen. Unterleibsziehen. Blähbauch. Müde. Mein Bauch besteht aus 2 blauen Flecken, vielen Einstichpunkten und den ein oder anderen allergischen roten Fleck von dem Medikament Cetrotide.

Gefühlszustand:
Ich bin müde und gereizt. Der Bauch wird dicker, sitzen wird unangenehmer. Das Arbeiten ist eine einzige Qual und ich ärgere mich, dass ich mit meinem Urlaub so gegeizt habe. Zudem ärgere ich mich mit einem Kollegen herum. Mein Lieblingsmann kann mich heute Abend auch nicht für das Gassi-Gehen mit meinem Lieblingshund begeistern - bleibe auf der Couch liegen.


Tag 12: Dienstag, den 06.10.2015
Behandlung:
Ultraschall und Blutentnahme

Ultraschall:
Heute ist Frau Dr. Vertretungsärztin deutlich besser gelaunt als gestern und beantwortet mir - aber natürlich auch erst auf Nachfrage - meine Fragen. Rechts 5 Folikel, links angeblich nur 3 (ich habe 5 gesehen?). Auf der rechten Seite sind alle schön groß, auf der linken Seite sind die meisten klein.
Gebärmutterschleimheit liegt bei 8 Milimeter. Sie meinte, dass das ein gutes Resultat sei.

Behandlungsplan:
Heute Abend soll ich um 21.20 Uhr den Eisprung mit einer Spritze Ovitrelle auslösen.
Zudem soll ich vor dem Schlafen gehen noch ein antiseptisches Vaginalzäpfchen einnehmen.
Morgen, also Mittwoch, noch einmal Blutentnahme. Und am Donnerstag um 8.20h ist die Punktion.

Medikation:
Morgens: 250 Einheiten Gonal F, 1 Spritze Cetrotide
Abends: 1 Spritze Ovitrelle und 1 Vaginalzäpfchen Povidon-Iod pro

Gesundheitszustand:
Müde, müde, müde und angeschlagen. Kopfschmerzen. Dichte Nebenhöhlen. Bauch ist noch dicker geworden und zieht.

Gefühlszustand:
Gereizt. Definitiv kein Flow-Zustand mehr; denn jetzt wird es wirklich ernst. Ich schlafe etwas unruhig und wache am Mittwoch Morgen viel zu früh auf.


Tag 13: Mittwoch, den 07.10.2015
Behandlung:
Blutentnahme

Medikation:
Am Abend soll ich vor dem Schlafen gehen zwei Tabletten Diazepam zur Beruhigung einnehmen. Ik freu mir :-)

Gesundheitszustand:
Fitter als gestern, aber alles andere als top fit. Dennoch angeschlagen, aber immerhin keine Kopfschmerzen mehr. Der Bauch wird unangenehmer und ich merke die Eierstöcke (wie zum Geier fühlen sich Frauen mit mehr als 10, 15 oder gar 20 dicken Folikeln im Bauch??). Und ich habe unendlich viel Luft im Bauch.

Gefühlszustand:
Mmh, kann ich nicht beschreiben. Nicht richtig nervös, aber auch ganz und gar nicht tiefenentspannt. Ich bin unkonzentriert und habe wenig Interesse an den Themen der anderen. Ich muss mich insbesondere im Büro zusammenreißen, dass ich weiterhin höflich bleibe, zuhöre und die richtigen Antworten gebe. Ob ich heute Nacht einschlafen kann? Da fällt mir ein - ich soll ja zwei Beruhigungstabletten vor dem Schlafen gehen einnehmen.


Tag 14: Donnerstag, den 08.10.2015 - PU+0
Behandlung:
Punktion um 8.20 Uhr

Ergebnis der Punktion:
9 Eibläschen konnten punktiert werden.

Behandlungsplan:
Rücktransfer findet am Samstag oder Sonntag statt - je nach Entwicklungsstand.

Medikation:
Nach der Punktion eine Ampulle Progesteron Jenapharm i.m. zur Vorbereitung der Gelbkörperphase.
Im Aufwachraum noch eine Tablette Ibuprofen 600.
Am späten Nachmittag 1 Paracetamol AL 1000 Zäpfchen.
3 Liter Wasser trinken.

Gesundheitszustand:
Sehr starke Unterleibsschmerzen. Blähungen. Dicker Bauch. Müdigkeit. An diesem Tag dachte ich, dass es mir erst in 7 Tagen wieder gut geht.

Gefühlszustand:
Froh, weil die vielen Follikel nun endlich nicht mehr in meinem Unterleib sind und weil am Ende doch 9 punktiert werden konnten. Aber auch sehr angespannt, weil ich mich frage, ob dort tatsächlich Eizellen enthalten sind und sie sich überhaupt befruchten lassen.


Tag 15: Freitag, den 09.10.2015 - PU+1
Medikation:
Nichts :-)

Gesundheitszustand:
Am Morgen spürte ich nur noch ein sehr leichtes Ziehen und dachte, es wäre jetzt alles gut. Aber in meinem Anschwung von Freude war ich vormittags noch bei IKEA auf Sofasuche. Das ständige auf- und hinsetzen bzw. hineinfallen in das Sofa fanden meine Eierstöcke überhaupt nicht gut. Bereits zur Mittagszeit spürte ich Schmerzen, die bis zum Abend hin immer stärker wurde. Ich habe auch an diesem Tag knapp 3,5 Liter getrunken aus Angst vor einer Überstimulation.

Gefühlszustand:
Sehr angespannt, weil ich angst davor habe, dass wegen fehlender Befruchtung kein Transfer stattfinden könnte.


Tag 16: Samstag, den 10.10.2015 - PU+2
Behandlung:
Morgens um 8.30h soll ich in der Klinik anrufen. Ich bin vermutlich nicht die einzige und versuche es eine halbe Stunde lang - die vermutlich längste und angespannteste halbe Stunde meines Lebens.
Der Transfer findet erst morgen statt. Die Laborantin darf mir keine Auskunft darüber geben, wie viele Eizellen überhaupt noch im Rennen sind, aber es wird in jedem Fall ein Transfer stattfindet, weil es sehr gut ausschaut.

Gesundheitszustand:
Nur noch leichte Schmerzen im Unterleib. Die Eierstöcke spüre ich aber durchgehen - allerdings nur minimal. Generell fühle ich mich auch noch etwas müde (ob das durch die Anspannung kommt?)

Gefühlszustand:
Die Anspannung vor dem Anruf im Labor weicht einem ersten Glücksgefühl - es haben Eizellen überlebt und es werden in jedem Fall zwei Eizellen transferiert. Juhu - erstes Etappenziel erreicht. Ab dem späten Nachmittag werde ich jedoch wieder nervös. Ich habe ein wenig Angst vor dem Eingriff. Mein Lieblingsmann und ich raunzen uns hin- und wieder an.


Tag 17: Sonntag, den 11.10.2015 - PU+3, TF+0
Behandlung:
Rücktransfer der Embryonen

Ergebnis des Rücktransfers:
Zwei sehr gute 8-Zeller konnten zurücktransferiert werden. Da ich zu dem Zeitpunkt schon unter Diazepam stand, habe ich nicht nach dem Qualitätsstatus gefragt (A, B, C, ?). Aber da die Ärztin zwei Mal die sehr gute Qualität betont hat, vermute ich mal, dass beide A-Status haben.
Drei weitere befruchteten Eizellen werden weiterkultiviert. Am Mittwoch erfahre ich, ob sie es bis zur Blastozyste geschafft haben und eingefroren werden können.
Vier Eibläschen haben es somit nicht geschafft. Da meine Klinik eh nur 6 befruchtete weiterkultiviert und den Rest einfriert, scheinen drei von Anfang an nix gewesen zu sein (entweder keine Eizellen enthalten oder sie ließen sich nicht befruchten?).

Behandlungsplan:
3 x täglich 1 Tablette Progynova, oral
2 x täglich 2 Tabletten Famenita 200, vaginal (weil dann die Nebenwirkungen nicht so heftig sind wie bei oraler Einnahme)

Medikation:
Am Morgen zwei Stunden vor der Punktion 1 Tablette "Piroxicam" zur Entspannung der Gebärmutter.
Vor der Punktion 1 Liter Wasser trinken, damit die Blase voll ist und die Gebärmutter sich senkt.
Zudem kurz vor der Punktion eine halbe Tablette Diazepam zur Beruhigung (würde ich das nächste Mal nicht noch einmal machen, auch wenn die Arzthelferin meinte, dass es der Behandlung zuträglich wäre).


Gesundheitszustand:
Nach wie vor leichtes Unterleibsziehen. Am Abend fing dann plötzlich mein linker Eileiter/Eierstock stärker an zu schmerzen.

Gefühlszustand:
Komisch, dass man die Implementation der beiden Fuzzis live auf dem Ultraschall-Bildschirm beobachten konnte. Wenn das jetzt meine Kinder werden, war ich dabei wie sie zu mir gekommen sind. Tag und Uhrzeit wären mir bekannt (gegen 12.15h ;-)).
Ich bin jetzt also tatsächlich ein kleines bisschen schwanger. Ein völlig absurdes Gefühl und einfach nur unwirklich. Ich ertappe mich dabei, dass ich meinen Bauch streicheln möchte, tue das auch, aber es fühlt sich merkwürdig an. Sind das meine Babys? Werde ich sie in 9 Monaten kennenlernen?
Der plötzliche Schmerz am linken Eileiter/Eierstock lässt mich allerdings erstarren. Ist eine der Fuzzi-Eizellen entweder aus Versehen in den deformierten Eileiter geraten und kommt da nicht mehr raus? Es fühlt sich genau so an wie vor einem Jahr. Ich versuche den Gedanken beiseite zu schieben.


Tag 18: Montag, den 12.10.2015 - PU+4, TF+1
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita

Gesundheitszustand:
Leichtes Unterleibsziehen - ich spüre nach wie vor meine Eierstöcke. Leider spüre ich auch heute noch den linken Eileiter/Eierstock. Und Brustspannen (holla die Waldfee!).

Gefühlszustand:
Im Laufe des Tages wurde ich immer müder, richtig angeschlagen. Sind das die Nebenwirkungen der Medikamente oder einfach nur der stressigen Situation geschuldet?
Heute morgen bin ich sehr früh wach geworden und habe als erstes ein Ziehen im linken Eileiter/Eierstock gespürt. Hängt es da fest? Ich bewege mich bewusst ruckartiger in der Hoffnung, dass die Eizelle dann vielleicht aus dem Eileiter rausfällt (sofern überhaupt vorhanden). Die Eizelle wächst jede Stunde, die Gefahr ist also recht groß, dass sie dort hängen bleibt.
Ich wünsche mir, dass - sollte die Eizelle tatsächlich dort hängen geblieben - sie aufwärt zu wächsen, sich zurückentwickelt und einfach wieder raus fällt. Die Dinge im letzten Jahr haben mich leider mehr traumatisiert als ich dachte. Wie soll ich das bis zum 28.10. aushalten?


Tag 19: Dienstag, den 13.10.2015 - PU+5, TF+2
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita

Gesundheitszustand:
Stärkeres Unterleibsziehen, Brustspannen, Müdigkeit, hin und wieder ein ziehen am linken Eierstock/Eileiter (aber deutlich abgeschwächter als die letzten beiden Tage), aufgeblähter Bauch, Bl-ääääähungen ohne Ende

Gefühlszustand:
WTF - mein ganzer Körper fühlt sich schwanger an. Und das alles nur wegen der Medikamente. Ich habe extrem schlecht geschlafen und war um 2h nachts plötzlich wach und bin erst um 5h wieder eingeschlafen. Ich habe angst mich nachts auf die Seite zu legen, weil die Eizellen dann ja auch eher in Richtung Eileiter gehen könnten... Zudem macht mich die Frage wahnsinnig, ob sich die beiden Krümel überhaupt einnisten oder eingenistet haben. Heute oder morgen wäre in der Theorie der Tag der Einnistung.


Tag 20: Mittwoch, den 14.10.2015 - PU+6, TF+3
Medikation: 
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita

Gesundheitszustand:
Am Vormittag leichte Übelkeit, Unterleibsziehen, das Gefühl eines mit Luft gefüllten Bauches, hin und wieder leichtes Ziehen an den Eierstöcken/Eileitern, Blähungen, Müdigkeit

Gefühlszustand:
Ich bin kurz vor dem Wahnsinn ;-) Scherz beiseite - nicht: ich bin angespannt und denke während der Arbeit permanent daran. Morgens wache ich auch heute wieder 1,5h vor dem Wecker auf. Fühle/spüre in mich hinein - findet da eine Einnistung statt? Kommt die Übelkeit von der Einnistung?


Tag 21: Donnerstag, den 15.10.2015 - PU+7, TF+4
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Morgens um 4.30h wegen starker Übelkeit aufgewacht, die hielt dann auch ein paar Stunden an. Mittags überkam mich in der Kantine ein leichter Brechreiz, den zum Glück keiner bemerkt hat. Mittleres Ziehen im Unterleib - insbesondere die linke Seite. Das Gefühl, dass leichte Überstimulationssydrome alle weg sind (keine Blähungen, Spannungen im Unterleib mehr).

Gefühlszustand:
Aufgrund der Übelkeit am Morgen war ich extrem gut gelaunt. Genau so eine Übelkeit habe ich bei meiner zweiten Schwangerschaft empfunden.


Tag 22: Freitag, den 16.10.2015, PU+8, TF+5
Medikation:
3x täglich Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Keine Übelkeit mehr und keine Unterleibsschmerzen/Blähungen bis zum Abend. Dann jedoch sehr heftige Schmerzen an beiden Eierstöcken und Blääääähungen ohne Ende. Aus Angst vor einem Überstsimulationssyndrom, trinke ich am Abend noch sehr viel Wasser und meinen neuen Freund, den Fenchel-Anis-Kümmeltee.

Gefühlszustand:
Aufgrund fehlender Symptome dachte ich bis zum Nachmittag noch, dass ich wohl doch nicht schwanger sei und war sehr deprimiert. Als dann jedoch die heftigen Symptome am Abend anfingen, war ich jedoch wieder guter Hoffnung. Denn das ansteigende HCG sorgt manchmal ja auch für eine Wiederkehr des Überstimulationssyndroms. Ihr seht: ein einziges Wechselbad der Gefühle. Wer in dieser Warteschleifen-Phase entspannt sein kann, dem kann ich nur gratulieren. Ich kann es nicht.


Tag 23: Samstag, den 17.10.2015, PU+9, TF+6
Medikation:
3x täglich Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Am Morgen um 4.30h wegen starker Schmerzen im Oberbauch aufgewacht. Danach erst einmal meinen Lieblingsfreund den Fenchel-Anis-Kümmeltee getrunken und wieder viel Wasser. Um 6.00h ging es mir dann wieder deutlich besser - also wirklich nur Blähungen und wohl keine Wasseransammlungen (ich habe Angst vor einem Überstimulationssyndrom). Unterschwellige Übelkeit am Morgen. Unterleib unauffällig am Morgen. Als ich jedoch unter die Dusche gehe, sehe ich, dass meine Brüste deutlich praller geworden sind und große blaue Adern zeigen (damals die typischen Anzeichen meiner beiden Schwangerschaften. Kommt das durch das Progesteron?) Am Vormittag herrscht Übelkeit und unterschwelliger Brechreiz vor. Am Nachmittag und Abend spüre ich immer wieder ein Unterleibsziehen und schone mich ganz bewusst. Manchmal zieht es am linken Eierstock/Eileiter. In der Nacht liege ich zwischen 2h und 3.30h hellwach im Bett.

Gefühlszustand:
Am sehr frühen Morgen fühle ich mich unschwanger wegen dem fehlenden Unterleibsziehen und das trotz der unterschwelligen Übelkeit und denke - dann war es das wohl nicht. Aber als ich meine Brüste (prall und mit blauen Adern) am Morgen entdeckt habe, habe ich mir doch ein wenig Hoffnung gemacht. Und als dann die mittlere Übelkeit mit Brechreiz hinzu kam erst recht. Wenn das die nächsten Tage so weiter geht, dann fange ich an zu hoffen.


Tag 24: Sonntag, den 18.10.2015, PU+10, TF+7
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Brustspannen hat nachgelassen, aber die blauen Adern und prallen Brüste sind noch da. Der BH sitzt heute deutlich enger als gestern. Keine Übelkeit am Morgen. Nur ein Hauch von Übelkeit am Vormittag, aber deutlich weniger als die letzten Tage. Stärkere Schmerzen am linken Eierstock/Eileiter, die in die linke Hüfte und auf die linke Seite des Schambeins ziehen. Keine Blähungen, kein Unterleibsziehen mehr. Leichte unterschwellige Übelkeit kommt gegen Mittag wieder (durch die Einnahme von Progynova?).

Gefühlszustand:
Am Morgen bin ich mehr sehr sicher, dass ich nicht (mehr) schwanger bin, weil mir weder übel ist noch irgendein Brustspannen vorhanden ist. Als am Vormittag jedoch starke Schmerzen im linken Eileiter/Eierstock wahrnehme, bin ich mir jedoch fast sicher dass es geklappt. Nur leider, wird es wohl wieder am falschen Ort sein? Welche Erklärung kann es sonst für diese wirklich stärkeren Schmerzen an dieser Seite geben?

Tag 25: Montag, den 19.10.2015  - PU+11, TF+8
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Keine Übelkeit mehr. Schmerzhaftes Ziehen an den Eierstöcken, insbesondere links. Zudem erstmalig sehr starkes und schmerzhaftes Ziehen in der Mitte des Unterleibs (Gebärmutter).
Mitten in der Nacht betrachte ich meine Brüste: die blauen Adern sind zwar noch da, aber die Brust ist deutlich schlaffer als noch zuvor.

Gefühlszustand:
Ich wache mitten in der Nacht auf, schaue meine Brüste an. Dann setze ich das Puzzle zusammen: Brüste erschlaffen, die Übelkeit geht weg und sonst sind keine Symptome mehr da. Ich weine die ganze Nacht, weil mir bewusst wird, dass es das jetzt wohl gewesen sein wird. Ich suche in der Nacht nach Erfahrungsberichten von anderen Frauen. Aber ich lese es immer wieder: wenn die Symptome nachlassen, dann waren die Frauen meist nicht schwanger. Ich bin am Boden zerstört und werde bei voller Wucht mit einer möglichen Realität konfrontiert. Gehöre ich auch zu denen, bei denen eigentlich eine sehr hohe Schwangerschaftschance besteht, die aber nie schwanger werden und die Ärzte sich das nicht erklären können? In dieser Nacht auf Dienstag bin ich mir sicher: das war's.

Tag 26: Dienstag, den 20.10.2015 - PU+12, TF+9
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Die großen Brüste sind zurück, aber nach wie vor keinerlei Brustspannen. Die blauen Adern sind immer noch zu sehen. Den ganzen Tag habe ich stärkeres, schmerzhaftes Ziehen im Unterleib - meist wieder in der Mitte. Schmerzt die Gebärmutter? Keinerlei Übelkeit.

Gefühlszustand:
Die Hoffnungslosigkeit der Nacht weicht einem kleinen Hoffnungsschimmer. Die Brüste sind wieder da und der Schmerz in der Gebärmutter könnte doch...?


Tag 27: Mittwoch, den 21.10.2015 - PU+13, TF+10
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Am Morgen sind die Brüste noch prall, blaue Adern vorhanden. Aber keinerlei Brustspannen.
Ich habe am Mittag die Tablette Progynova vergessen. Am Abend sind die Brüste wieder deutlich schlaffer; die blauen Adern sind aber weiterhin vorhanden. Andere Symptome: Fehlanzeige. Ich fühle mich sehr gut und habe keinerlei Beschwerden. Nur Abends empfinde ich kurzzeitig einen leichtes Unterleibsziehen an Eierstöcken und in der Mitte (Gebärmutter?).

Gefühlszustand:
Mir ist nun vollkommen klar, dass es das war. Warum soll ausgerechnet die dritte Schwangerschaft völlig symptomlos verlaufen, nachdem ich die ersten beiden Schwangerschaften schon auf jede kleinste Hormonveränderung reagiert habe? Das wäre so unglaublich unlogisch.
Ich nehme mir nach der Arbeit auf dem Nachhauseweg vor, noch beim DM vorbeizufahren und einen Schwangerschaftstest zu kaufen. Am Donnerstag - also morgen - ist nämlich Punktion +14. Hier sollte der SS-Test eigentlich anzeigen, ob es geklappt hat oder nicht. Nur leider komme ich in einen Stau und verpasse darüber die Abbiegung zum DM-Markt. Zuhause angekommen teile ich meinem Lieblingsmann meine Erkenntnis mit. Er ist sauer, will das nicht wahrhaben und glaubt immer noch daran, dass es geklappt hat. Ich versuche ihm zu erklären, warum ich mir so sicher bin. Aber er argumentiert, dass eine gemeinsame Freundin (in der gleichen KIWU-Klinik wie wir und jetzt schwanger) auch keinerlei Symptome hatte. Er will es einfach nicht verstehen. Wir einigen uns darauf, dass wir erst am Samstag einen SS-Test machen. Selbst wenn dieser negativ ausfallen sollte, glaubt er erst dem Bluttest.
Ich wünsche mir nichts sehnlicher als zu den Frauen zu gehören, die einfach keinerlei Symptome nach Transfer +10 haben. Aber ich will mich nicht selbst belügen. Die Medikamente haben mich zu lange belogen. Und obwohl ich wusste, was sie mit einem machen können, wollte ich es nicht wahrhaben. Alle Symptome kamen von der Schwangerschaft. Ich habe so viele Blogs und Foren gelesen, in denen die Kinderwunschfrauen genau das beschrieben haben. Wie naiv war ich eigentlich zu glauben, dass dieser Versuch klappen würde?
Ganz hinten in einer winzigen Ecke meines Herzen besteht noch ein winziger Hoffnungsschimmer. Aber ich muss ihn zur Seite schieben. Ich denke, dass mich das richtige Ergebnis noch mit voller Wucht zu Boden werfen wird. Dann möchte ich wenigstens schon in Gedanken auf "Es tut mir leid Ihnen mitzuteilen zu müssen: Aber Sie sind nicht schwanger". Ich gehe dieses Szenario immer wieder durch. Ich will gefasst sein, wenn ich das am Telefon höre. Schaffe ich das?


Tag 28: Donnerstag, den 22.10.2015 - PU+14, TF+10
Medikation:
3x 1 Tablette Progynova
2x 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Morgens unglaublich müde, obwohl ich gut geschlafen habe. Zudem Übelkeit mit Wunsch zu Erbrechen. Nach dem Frühstück bin ich direkt ins Bad gerannt, konnte das Essen aber noch zurückhalten. Die Übelkeit blieb den ganzen Vormittag. Beim Mittagessen in der Kantine wieder unterschwelligen Würgreiz. Ansonsten Kopfschmerzen. Abends leichte Übelkeit und Sodbrennen. Zudem auch wieder das Gefühl, riesengroße Brüste zu haben. Unterleib jedoch symptomlos. Und Abends/Nachts: Blähungen.

Gefühlszustand:
Die Übelkeit irritiert mich zwar ein wenig. Aber aufgrund des symptomlosen Unterleibs weiterhin keine Hoffnung mehr.


Tag 29: Freitag, den 23.10.2015 - PU+15, TF+11
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Immer wieder schmerzhaftes Ziehen auf der linken Seite, was am Abend auch ins Schambein zieht. Magenschmerzen. Tagsüber auch leichte Kopfschmerzen. Abends zuerst nur minimale Übelkeit. Später beim Gassi-gehen mit dem Hund dann plötzlich starkes Sodbrennen. Im Auto dann plötzliche sehr, sehr starke Übelkeit mit Wunsch zu Erbrechen. Nachts: starke Blähungen.

Gefühlszustand:
Aufgrund der plötzlichen Übelkeit, die ich bereits aus der zweiten Schwangerschaft kenne, hege ich wieder minimale Hoffnung.


Tag 30: Samstag, den 24.10.2015 - PU+16, TF+12
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Morgens im Bett und Vormittags ganz leichte Übelkeit. Ab Mittags ziemlich starke Schmerzen im mittigen Unterleib (vermutlich Gebärmutter). Schweres Tragen oder drücken aufgrund der Unterleibsschmerzen nicht möglich. Aufgrund der Schmerzen habe ich fast den ganzen Tag auf der Couch verbracht.

Gefühlszustand:
Hat sich da vielleicht doch jemand eingenistet? Die Hoffnung kehrt wieder deutlicher zurück. Ich bin wild entschlossen, am nächsten Morgen einen Schwangerschaftstest zu machen - nachdem ich mich an diesem Morgen nicht getraut haben.


Tag 31: Sonntag, den 25.10.2015 - PU+17, TF+13
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Behandlung:
Schwangerschaftstest mit Urintest (PreSense) mit zweitem Morgenurin um 8.00h (erster Morgenurin war bereits um 5.30h).

Ergebnis: negativ. Schneeweiße zweite Linie!

Gesundheitszustand:
Immer wieder stärkere Schmerzen in der Mitte des Unterleibs (Gebärmutter?).

Gefühlszustand:
Ich bin am Boden zerstört. Trotz der Schmerzen im Unterleib (die ich weder aus den beiden anderen Schwangerschaften noch von Menstruationsbeschwerden kenne!), bin ich NICHT SCHWANGER. Laut dieser HCG-Tabelle hätte der HCG-Wert an ES +17 (also PU +17) zwischen 276 und 706 liegen müssen. Daher hätte der Test heute positiv ausfallen müssen! Ziehe ich jetzt noch die 2 Tage ab, weil der Pipi-Test dem Bluttest ja immer zwei Tage hinterherhinkt, müsste der Wert zwischen 100 und 252 liegen. Und wenn wir annehmen würden, dass die Einnistung einfach einen Tag länger gedauert hat, dann hätte der Wert zwischen 57 und 140 liegen müssen. Also egal wie ich es drehe und wende, das Ding hätte heute positiv sein müssen (auch wenn meine Frauenärztin gesagt hat, ich solle erst am Montag testen - wenn ich es denn wirklich nicht sein lassen könnte).
Ich habe mir zwischendurch noch eingeredet, dass der Test ggf. deshalb nicht aussagekräftig ist, weil ich den zweiten Morgenurin genommen habe. Aber eigentlich brauche ich mir da nichts vorzumachen. Es ist vorbei. Mein Lieblingsmann will es noch nicht glauben - erst dann, wenn der Schwangerschaftstest das Negativ bestätigt. Ich habe nur noch die Angst, dass es ggf. eine Eileiterschwangerschaft ist, weil ich bei meinen letzten beiden ELSS auch erst eine Woche später positiv getestet habe. Davor waren sie immer negativ. Auch, wenn ich selten in Foren gelesen habe, dass die SS-Tests bei euch auch negativ waren und einige von euch dann doch schwanger waren. Ich muss mich selber davor schützen und aufhören, noch an ein Wunder zu glauben, damit ich das Loch nicht noch tiefer graben werde, in das ich spätestens am Mittwoch nach dem Bluttest fallen werde,


Tag 32: Montag, den 26.10.2015 - PU+18, TF+14
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Sehr starkes Mensziehen, als ob meine Periode kommen möchte aber nicht durchkommt.

Gefühlszustand:
Sehr, sehr schwankend:
Die meiste Zeit bin ich sehr abgeklärt und betrachte die Situation mit Abstand wie eine Außenstehende. Ganz rational überdenke ich meine Möglichkeiten und dass das ja erst der erste Versuch war und die Statistik ja zeigt, dass die Schwangerschaftskurve mit jedem Versuch ja weiter ansteigt.
Zwischendurch, aber nur wenn ich alleine bin (!), überkommen mich Heulattacken. Dann macht sich ein Gefühl der Hilflosigkeit und Abhängigkeit breit. Hilflos, weil ich an dieser Situation mal gar nichts ändern kann und ich auch nicht weiß, ob sich das jemals ändern wird. Und abhängig fühle ich mich deshalb, weil ich auf externe Hilfe angewiesen bin.
Zudem wird mir klar, dass die Wahrscheinlichkeit nun größer geworden ist auch zu den Frauen zu gehören, die übrig bleiben.


Tag 33: Dienstag, den 27.10.2015 - PU+19, TF+15
Medikation:
3x täglich 1 Tablette Progynova
2x täglich 2 Tabletten Famenita (vaginal)

Gesundheitszustand:
Nahezu keine Beschwerden. Hin und wieder ein ganz minimales Mensziehen. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin: da ist nix mehr.

Gefühlszustand:
Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit habe ich im Auto angefangen zu heulen. Es ist das eingetroffen, was ich vor wenigen Wochen noch erfolgreich verdrängt habe. Ich bin nicht schwanger. Mein Lieblingsmann hält sich noch an der eventuellen Möglichkeit fest. Vielleicht war es ein Fehler den Test erst mit dem zweiten Morgenurin durchzuführen. Aber ich... ich will diese Möglichkeit nicht mehr in Betracht ziehen und mir selbst etwas vortäuschen. An PU +17 hätte auch der zweite Test ein Ergebnis zeigen müssen. Ich habe gestern und heute hin und her überlegt, ob ich heute Morgen noch einen zweiten Test machen soll. Aber was soll das bringen? Warum soll ich mir wieder einreden, dass es noch Hoffnung gibt? Dann stürze ich am Mittwoch noch viel tiefer als ich es sowieso schon getan habe.
Sollte es Wunder geben, dann wird mir das am Mittwoch widerfahren. Wenn mich aber - wie immer in meinem Leben - die Realität einholt, bleibt auch der Bluttest negativ. Punkt!


Tag 34: Mittwoch, den 28.10.2015 - PU+20, TF+16

Behandlung:
Blutentnahme (Schwangerschaftstest) - ERGEBNIS NEGATIV
> 20 TAGE NACH PUNKTION
> 16 TAGE NACH TRANSFER




Kommentare:

  1. Ich denk ganz oft an dich. Drücke trotzdem weiter die Daumen...solange die Mens noch nicht eingetrudelt ist...:-*

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  2. nooooo!!!!! Aber Deine Mens hast Du noch nicht bekommen..? Ich hasse dieses hin und her :( Drück Dich und trotz allem auch weiterhin meine Daumen!

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  3. Auch ich drücke weiter die Daumen. Und denke viel an dich. ♥

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  4. Das gibt's doch nicht....., vielleicht gibt es doch noch Hoffnung?? Ich drück dir weiter die Daumen!!

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  5. Nicht immer klappt der erste Versuch, nicht verrückt machen und nicht so viel in irgendein Ziepen hineininterpretieren. Drück dir die Daumen das der Bluttest doch positiv ausfällt, wenn nicht, Kopf hoch und weiter nach vorn sehen. Das wird schon noch klappen!

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