Sonntag, 17. August 2014

Schokolade macht glücklich

Dass Schokolade glücklich machen soll, glauben ja ganz schön viele Menschen. Ich bislang übrigens auch. Und das ist wohl der Grund dafür, dass ich seit zwei Wochen Unmengen an Schokolade in mich hineinstopfe. Leider macht es mich, wenn überhaupt, nur kurzzeitig glücklicher. 

Und das Blöde ist, dass es mich nicht nur, nicht richtig glücklich macht, sondern auch meine Hosen immer enger werden. Wenn ich gerade schon nicht schwanger werden darf, dann möchte ich wenigstens so aussehen. Öhm... Schöne Idee - aber nein, das möchte ich nicht!

Ich habe nun mal recherchiert, ob Schokolade tatsächlich glücklich macht. Leider, da ist sich die Wissenschaft einig, enthält Schokolade nicht genügend vom dem Stoff Serotonin. Serotonin ist der Stoff, der uns glücklich macht. Aber, selbst wenn in Schokolade ganz viel Serotonin enthalten wäre, könnte unser Körper dies gar nicht aufnehmen und verarbeiten. Hmpf... 

Ich bin die ganze Zeit schon so unendlich müde und lustlos. Habe eine richtig "dünne Haut", weshalb ich auf Kommando jederzeit anfangen könnte zu heulen. Ich glaube tatsächlich, dass mir dieser unbewusste Dauerstress, nicht nur psychisch sondern auch körperlich richtig zusetzt. Fehlt es mir tatsächlich ein wenig am Glücksbringer-Botenstoff Serotonin? Fühle ich mich deshalb ein wenig depressiv?

Herr Google hat mir hierzu viele Antworten geliefert. Und es schaut so aus, als wenn ich es erst einmal mit einer Ernährungsumstellung versuchen sollte. Eine Steigerung des Serotoninspiegels erreiche ich wohl durch eine gesunde und insbesondere tryptophanreiche Ernährung (Nüsse, Bohnen (insbesondere Sojabohnen), Samen und Pilze, Rohkost). 

Ich bin dann mal auf der Suche nach meinem Glückszustand, indem ich jetzt vermehrt Tofu, Nüsse und Pilzpfannen esse.

Schöne Worte

„Die Mitte der Nacht ist auch schon der Anfang eines neuen Tages.“

- Johannes Paul der II.

Dienstag, 12. August 2014

Artikel: Kein Kind. Und trotzdem glücklich

Ich gönne mir heute eine Auszeit von der Arbeit. Zurzeit bin ich alles andere als stressresistent und merke, dass ich die vielen Aufgaben in meinem Job nicht bewältigt bekomme. Ich bringe dringend eine Auszeit. Überbrücken werde ich diesen Wunsch mit zwei Krankentagen.

Während meiner Blogrunde, bin ich auf diesen wundervollen vorgestellten Artikel in der Zeitschrift myself eines Vaters gestoßen, der mich zu Tränen gerührt hat. Er beschreibt den langen und beschwerlichen Weg der Kinderwunschzeit und wie er und seine Partnerin am Ende beschlossen haben, diesen Weg nicht mehr weiter zu gehen wollen.

Ich hoffe so sehr, dass wir diese Entscheidung niemals treffen müssen... Aber die Angst frisst einen auf.

Donnerstag, 7. August 2014

Stimmungstief

Vor wenigen Tagen habe ich noch groß herumgetönt, wie gut ich die zwei Eileiterschwangerschaften und die niederschmetternde Diagnose danach doch weggesteckt hätte. Wie gut es mir doch geht. Wie differenziert und rational ich doch alles betrachte.

Dass ich seit drei Wochen Schlafstörungen habe, Augenränder bis zu den Knie habe, ich lustlos bin, schlecht gelaunt bin, ich auf der Arbeit völlig ineffektiv bin, der Appetitt ausbleibt und die Lust auf mein Lieblingshobby Nähen oder Stricken komplett abhanden gekommen ist, das hat mich nicht gewundert. Nein, ich war der felsenfesten Überzeugung, dass es mir gut geht.

Gestern Abend haben mein Lieblingsmann und ich uns Fotos auf seinem Handy angeschaut. Unter anderem auch Fotos von unserem letzten gemeinsamen Urlaub. U. a. war dort auch ein Video enthalten. Zu sehen war ich, wie ich vom Strand kam. Ich sah meine - durch die frühe Schwangerschaft schon - vergrößerten Brüste und blickte etwas weiter herunter auf meinen Bauch. Vor wenigen Wochen waren wir noch zu Dritt...

Am späten Abend konnte ich dann mal wieder nicht einschlafen. Schaute mal wieder meine neue Lieblingsserie "Brothers & Sisters". Ich tauche - wie schon seit Wochen - in meine heile Welt ohne Probleme ein, in der sich alle lieb haben und merke, dass mich das nicht mehr ablenken kann. Nachdem ich lange Zeit mit einem Gedankenwirrwarr aus Arbeit, Einkaufen, Nachrichten, Familie etc. denke, schlafe ich ein.

Heute morgen bin ich dann um 4:30 aufgewacht. Mal wieder - wie fast jeden Morgen in letzter Zeit. Und das, obwohl ich mittlerweile sehr spät einschlafe. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich habe den ganzen Mist noch lange nicht verkraftet. In keinster Form verarbeitet und mein Trauerprozess ist noch lange nicht vorbei.

Ich fühle mich im Moment ein wenig hilflos. Zwischendurch kommen kurzzeitig immer wieder Bilder und Gefühle von der Nachricht in mir hoch, wie ich die Diagnose der zweiten Schwangerschaft erhalten habe. Wenn ich die Gedanken zulasse, die ich die ganze Zeit verdrängt habe, schmerzt es mich im ganzen Körper. Ich kann damit nicht umgehen. Ich weiß nicht, wie ich das verarbeiten soll. Ich musste in meinem Leben schon so viel aushalten, deutlich mehr als andere Menschen. Alle Stolpersteine und Felsen, die mir in meinem Leben in den Weg gestellt wurden, habe ich - nicht selten mit viel Mühe - überstanden. Aber ich bin immer wieder aufgestanden, habe mein Krönchen zurecht gestutzt und bin weiter gegangen und habe hämisch nach hinten geschaut und gelacht. Diesmal gelingt mir das nicht so recht. Ich komme gerade nicht hoch, kann weder aufrecht stehen noch gehen und habe gerade auch nicht das Gefühl, dass mir da jemand aufhelfen kann. Mein Akku ist gerade leer und kein Ladegerät in der Nähe.

Am Anfang der Woche war ich auf dem Geburtstag meines Neffen. Meine Familie war dort. Wie sehr hätte ich mir gewünscht, eine intakte Familie zu haben. Liebende Eltern, die den Schmerz mit meinem Lieblingsmann und mir teilen könnten. Aber die habe ich nicht. Ich habe ein sehr schlechtes und mittlerweile nur noch oberflächliches Verhältnis zu meinen Eltern. Zu meiner Schwester hatte ich mal ein sehr gutes Verhätnis, aber auch das ist durch diverse Streiterein nicht mehr intakt. Deshalb weiß es niemand aus meiner Familie. Es ist so schade, wenn man von niemandem aufgefangen werden kann. Mein Lieblingsmann ist gerade selber zu schwach und bräuchte eigentlich auch jemanden, der ihn mal auffängt. Aber im Moment können wir uns gegenseitig nicht helfen.

Mein Lieblingsmann versucht gerade seinen Akku mit etlichen Aktivitäten mit Freunden und Bekannten aufzuladen. Ich schleppe mich immer mit, kann und will das aber eigentlich gerade nicht. Ich halte das gerade nicht aus, dass alle gut gelaunt sind und über ihre oberflächlichen Probleme sprechen. What the fuck interessiert mich, ob das nächste Auto des Freundes rot oder schwarz sein soll oder ob man nach Thailand oder nach Mallorca in den Urlaub düsen soll? Dieser ganz oberflächliche Mist kotzt mich gerade einfach nur an.

Einer unserer besten Freunde meidet uns gerade, weil er gerade selber einen frisch geborenen Säugling hat und Angst hat uns damit zu konfrontieren. Die anderen guten Freunde, die davon wissen, gehen mir mittlerweile zu oberflächlich mit dem Thema um. Aussagen wie "wenn es beim dritten Mal nicht klappt, würde ich es auch sein lassen" oder "wenn es nicht klappt, könnt ihr ja immer noch ein Kind adoptieren", sind Sätze, die ich im Moment nicht hören möchte. Ich weiß, dass niemand im Moment die richtigen Worte sagen kann und wird. Denn niemand, der solch eine Situation nicht kennt, weiß was diese Situation tatsächlich bedeutet.

Wir sind morgen auch mal wieder mit Freunden verabredet, die nichts von unserer Situation wissen und auf die ich gerade gar keine Lust habe. Im Moment möchte ich am liebsten - so wie heute - alleine zu hause sitzen und traurige Musik hören und meine Gedanken herunterschreiben. Morgen ist erst mal Schluss mit diesem oberflächlichen Verabredungskram. Wenn mein Freund meint, dass tun zu müssen, soll er das tun. Aber ich mach das ab Samstag nicht mehr mit. Ich gestehe mir jetzt ein, den ganzen Mist erst mal in Ruhe aufzuarbeiten. Weglaufen und ignorieren ist eben auch keine gute Methode.


Im Hintergrund habe ich übrigens die ganze Zeit ein Lied von Lara Fabian "Broken Vow" gehört. Die Lieder von Lara Fabian sind wunderschön. Es lohnt sich, sich auch andere Lieder wie "Je suis malade" und v. a. "Adagio" einmal anzuhören:




I let you go, I let you fly
Why do I keep on asking why?
I let you go, now that I've found a way to keep somehow
More than a broken vow

I close my eyes
And dream of you and I and then I realise
There's more to love than only bitterness and lies
I close my eyes

Mittwoch, 30. Juli 2014

Schöne Worte: Nicht müde werden...

…nicht müde werden,
sondern dem Wunder leise,
wie einem Vogel,
die Hand hinhalten…

Hilde Domin

Sonntag, 27. Juli 2014

Bingo! - Erster Termin in der Kinderwunsch - Klinik #2

Letzte Woche hatte ich euch ja berichtet, wie enttäuscht ich von dem ersten Besuch in der Kinderwunschklinik No. 1 war. Umso glücklicher bin ich, dass der erste Besuch in der zweite und präferierten Kinderwunschklinik ein echter Volltreffer war.

Ich mache mir nicht zwangsläufig etwas aus einem schicken Ambiente. Schließlich muss ja die Fachkompetenz und die Leistung in so einem Zentrum stimmen. Aber ehrlich gesagt, ist mir das Ambiente in der Klinik direkt positiv aufgefallen und ich hatte mich dort sofort wohl gefühlt. Alles war sehr schick und modern. Der erste Eindruck vermittelte mir, dass hier hochprofessionell und v. a. sauber und gewissenhaft gearbeitet wird.

Der Empfang in der Klinik war nicht sonderlich herzlich, aber freundlich, kompetent und professionell.
Mir war vorher bekannt, dass die Klinik eine unglaublich hohe Schlagzahl an Patienten hat. In den Foren wird dieser Klinik oft vorgeworfen, dass man sich vorkommen würde wie in einer Fabrik, in der die Patienten wie am Fließband abgearbeitet werden und hier die Menschlichkeit fehlen würde. Ich war also gespannt...

Im Wartezimmer waren bereits einige Patienten, teilweise nur Frauen, teilweise auch Pärchen. Nacheinander wurden diese von den unterschiedlichen Ärzten aufgerufen. Auch diesmal war es wieder ein komisches Gefühl: all diese Menschen können keine Kinder auf natürlichen Wege bekommen. All das waren ganz normale Menschen wie du und ich. Aber diesmal fühlte ich mich sichtlich entspannter. Mein Lieblingsmann hingegen, war wieder total aufgeregt ;-)

Nach relativ kurzer Wartezeit kam eine sympathisch aussehende Ärztin und rief meinen Namen. Sie begrüßte uns sehr freundlich mit der Hand und begleitete uns in ihr Zimmer. (Ja - genau so stelle ich mir einen Empfang in einer Kinderwunschklinik vor!) Sie hatte sich vorher (!) schon meinen OP-Bericht durchgelesen und kannte sogar den Arzt, der mich operiert hatte. Ein ehemaliger Kollege aus ihrer Zeit im Krankenhaus, mit dem sie viele Jahre lang Operationen durchgeführt hat. Es stimmte einfach alles von der ersten Minute an. Sie erklärte uns sehr detailliert das ganze Prozedere und unsere Möglichkeiten. Sie ging auch noch mal etwas intensiver auf meine Diagnose ein und warum eine künstliche Befruchtung der für mich sicherste Weg sei.
Sie hatte auch Anschauunsmaterial, was das ganze für uns viel plastischer machte. Kurz und knapp: sie wirkte außerordentlich kompetent und war dazu auch noch richtig nett. Da wir vorher ja schon jede Menge im Internet hierzu gelesen hatten und ich ja auch intensiv eure Blogs lese, waren wir natürlich bestens informiert. Auf jede Frage gab sie einfach die richtigen Antworten.

Schön fand ich natürlich, dass sie uns - wie alle anderen bisherigen Ärzte auch - eine gute Chance ausrechnete. Mein Lieblingsmann und ich scheinen sehr "fruchtbar" zu sein, weil es bei uns beide Male auf Anhieb klappte. Zurzeit scheint tatsächlich nur der Eileiter das vorherrschende Problem zu sein.
Allerdings zeigte sie uns auch Statistiken, wie hoch unsere tatsächliche Schwangerschaftsrate sei und das eine künstliche Befruchtung eben keine Garantie dafür sei, auf jeden Fall schwanger zu werden. Auch wenn sich das Embryo einnistet und ich schwanger werde, besteht aufgrund meines Alters natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich eine Fehlgeburt erleide. Auch hier hat sie mir Statistiken gezeigt.

Ich kann zwar sehr gut schwanger werden, aber habe dennoch Angst, dass sich ein Embryo bei mir vielleicht gar nicht einnisten kann. Dies teilte ich ihr auch mit. Hier bestätigte sie mir, dass diese Wahrscheinlichkeit besteht - aber man dann im konkreten Fall auch Lösungen finden kann. Sie beschönigte nichts und war sehr neutral. Und das fand ich sehr gut.

Auf die Frage, wie hoch deren Erfolgsquoten seien, teilte sie uns natürlich auch mit, dass diese sehr gut seien ;-) Im Gegensatz zu der anderen Klinik, unterfütterte sie diese Aussage jedoch mit Statistiken. Im Schnitt liegen die Erfolgsquoten dieser Klinik etwas höher, als diejenigen die jedes Jahr im IVF-Register kommuniziert werden. Dies läge aber daran, dass sie eine überdurchschnittlich hohe Durchlaufquote an Patienten haben und sich dies statistisch gesehen auch postiv auf die Erfolgsquote auswirkt. Zudem sei die Klinik und das Labor immer auf den neuesten Stand der Technik - man investiere regelmäßig sehr viel Geld dafür, dass dies auch so bleibt. Sie verwies aber auch darauf hin, dass nicht alle Patienten beim ersten Versuch schwanger werden - auch wenn die Erfolgsquoten gut seien. Auch in der Natur besteht nur eine 25%ige Wahrscheinlichkeit bei besten Bedingungen (richtiger Tag, gutes Sperma, gute Eizellen) überhaupt schwanger zu werden.

Ich arbeite täglich mit Statistiken und formuliere solche Ergebnisse und weiß daher auch sehr wohl, wie man Statistiken schön reden kann. Daher konnte ich anhand ihrer Aussagen erkennen, dass sie hier nichts schön redete, sondern auf dem Boden der Tatsachen blieb.

Nach dem Gespräch führte sie auch noch einen Vaginalultraschall durch (übrigens ein nigelnagelneues sehr gutes Ultraschallgerät - ich kenn mich mittlerweile ja aus ;-)). Positiv war, dass ich am rechten Eierstock bereits sechs Eibläschen hatte. Sie meinte, dass das sehr gut sei. Wie viele ich auf der linken Seite hatte, habe ich ehrlich gesagt vergessen oder hat sie nicht erwähnt ;-) Übrigens habe ich tatsächlich auf der linken Seite meinen Eisprung, was auch die üblen Schmerzen der letzten Tage erklärt (die heute übrigens auch noch da sind).

Dann hat sie sich zum Schluss noch sehr freundlich verabschiedet. Das tolle ist, dass sie über die ganze Behandlung hin, meine Ärztin bleiben wird. Sollte sie im Urlaub, krank oder Fortbildung sein, werde ich zu einem anderen Arzt gehen können. Urlaub oder andere Termine, kündigt sie aber immer frühzeitig an.


Nächste Woche gehe ich dann zur Blutuntersuchung und mein Lieblingsmann muss auch noch einiges untersuchen lassen. Ihm graut es übrigens vor dem Spermiogramm, was er nur in der Klinik machen kann, weil wir zu weit davon entfernt wohnen. Wie sind eure Lieblingsmänner eigentlich damit umgegangen?

Mein Fazit: ich habe das Gefühl, die richtige Klinik gefunden zu haben. Ich kann die Aussagen meiner Frauenärztin in Bezug auf diese Klinik nur bestätigen: professionell, neuester Stand der Technik, freundlich. Meine Frauenärztin meinte zu mir auch, dass ihre Patientinnen, die dort in Behandlung sind, eine deutlich höhere Erfolgsquote aufweisen als Patientinnen aus der anderen Klinik. Zudem trifft sie die Kollegen aus dieser Klinik immer regelmäßig auf Fortbildungen - im Gegensatz zu den Kollegen der anderen Klinik.

So, ich schreibe heute noch die Kündigung für meine Krankenversicherung, weil ich jetzt zur Krankenversichung Knappschaft wechseln werde. Denn die Knappschaft ist eine der wenigen Krankenversicherungen, die drei Behandlungen zu 100% bezahlt. Und, wenn die Knappschaft wirklich so gut ist, wie ich im Netz lese, dann danke ich ihr damit mein Leben lang dort versichert zu sein. Mein Lieblingsmann wechselt übrigens jetzt auch dahin, denn sonst übernimmt die Knappschaft die Kosten nicht. Jetzt müssen wir nur noch heiraten, damit auch alles bezahlt wird. Alles andere als romatisch, dass noch zwischen Tür und Angel erledigen zu müssen. Aber leider haben wir keinen Goldesel bei uns stehen, der uns regelmäßig mit Gold-Talern beschenkt.

Übrigens auch so ein Thema, über das ich mich sehr aufrege: Wie kann ein Land, deren Geburtenrate so niedrig ist, sich erlauben ein Gesetz zu beschließen, dass Krankenkassen nur 50% der Behandlungskosten für eine künstliche Befruchtung bezahlen müssen? Und wie kann ein Land, deren Rentenprobleme nicht weniger werden, den Bürgern aufzwingen zu heiraten, damit sie solch eine Leistung ihrer Krankenkasse überhaupt bezahlt bekommen? Bin ich ein Mensch zweiter Klasse, nur weil ich nicht verheiratet bin?

Vielleicht sollten sich alle betroffenen Paare einmal zusammenschließen und das Thema öffentlich machen und eine Protestwelle durch Deutschland schicken...

Ich wünsche euch noch einen schönen Restsonntag und werde demnächst wieder berichten!





Freitag, 25. Juli 2014

Eisprung - es schmerzt...

Ich melde mich nur ganz kurz. Ein bisschen schlecht gelaunt bin ich gerade. Denn seit einigen Tagen habe ich sehr starke Schmerzen an meinem frisch operierten Eileiter. Ich vermute mal, dass ich gerade meinen Eisprung habe. Ein bisschen habe ich das Gefühl, als wenn das unbefruchtete Ei gerade versucht durch die verengte Stelle zu reisen. Übelst...

Es erinnert mich ein wenig an das Gefühl, bei dem ich das erste Mal den Verdacht hatte, eine Eileiterschwangerschaft im linken Eileiter zu haben. Rückblickend glaube ich, dass das der Moment war, wo die befruchtete Eizelle versucht hat in die Gebärmutter zu gelangen. Dann ist diese befruchtete Eizelle aber kurz vor dem Eintritt in die Gebärmutter hängen geblieben.

Diesen Stich hatte ich ganz am Anfang meiner Eileiterschwangerschaft, noch bevor ich positiv getestet hatte. Zu dem Zeitpunkt bin ich gerade einen kleinen Berg hochgegangen und musste wegen den starken Schmerzen am linken Eileiter stehen bleiben. Ich konnte die ganze Zeit nicht richtig weitergehen, musste immer wieder stehen bleiben. Mein Lieblingsmann hat mich für verrückt erklärt und mich als Hypochonder bezeichnet, als ich ihm meinen Verdacht mitgeteilt hatte.

Wie sehr hätte ich mir gewünscht, dass er damit Recht gehabt hätte...

EDIT: ich habe ein paar Formulierungen/Rechtschreibfehler korrigiert